Ultralight: günstige Alternativen zu renommierten Markenzelten

Besser, leichter, kleiner — beim Trekking haben Packmaß und Gewicht der eigenen Ausrüstung einen höheren Stellenwert als bei vielen anderen Sportarten. Wer sein Gepäck auf den Schultern trägt, ist dankbar für jedes eingesparte Gramm, das nicht mit hinaus auf den Berg geschleppt werden muss. Beim Ultralight-Trekking steht dieser Aspekt noch weiter im Vordergrund — weniger Gewicht bedeutet mehr Bewegungsfreiheit. Erreicht wird diese Reduzierung entweder durch hochentwickelte Materialien oder dem Verzicht auf Komfort. Ein altes Credo lautet, dass es leichter ist, an mehreren Stellen etwas Gewicht zu sparen, als diese Minimierung an einem Ausrüstungsstück zu vollziehen. Diese goldene Regel findet jedoch ihre Grenzen bei besonders schweren Ausrüstungsgegenständen.

Vaude Mark II Light
Vaude Mark II Light

(Foto: Trekking in Marokko)

Willkommen in der ersten Liga!

Wenn ich unterwegs bin, ist der gewichtigste Gegenstand, den ich mit mir führe, mein Zelt — ein Vaude Mark II Light, das inklusive Footprint etwa 3 Kilogramm auf die Waage bringt und damit 1,5 Kilogramm leichter ist als sein Vorgänger, ein inzwischen in die Jahre gekommenes 3-Personen-Zelt. Gerade weil Zelte in der Regel die schwersten Gepäckstücke sind, lohnt sich bei ihnen ein kritischer Blick auf die Waage. Im Vergleich zur übrigen Ausrüstung ist das Preis-Gewichtsverhältnis bei Zelten relativ gut, das heißt, dass ein Gramm Gewichtsersparnis hier günstiger ist als beispielsweise bei Kochgeschirr oder dem Schlafsack. Dennoch gibt es natürlich auch bei den Zelten einen Grenzbereich: Wer zu zweit unterwegs sein will und für sich und sein Gepäck ein 3-Personen-Zelt sucht, das weniger als 3 Kilogramm wiegt, stößt allmählich in schwindelerregende Preissegmente vor. Hier werden ausgeklügelte Produkte aus Hightech-Materialien hergestellt — willkommen in der ersten Liga!

Xtend adventures Logo

Spitzenreiter im Bereich Ultralight-Zelte ist ohne Zweifel das schwedische Unternehmen Hilleberg, das die Maßstäbe auf ein anderes Niveau gesetzt hat. Doch diese Zelte haben ihren Preis und so kostet beispielsweise das für 2-3 Personen ausgelegte Hilleberg Nallo 3 (2500g) mehr als 700 Euro. Das ist jedoch die Profiklasse und wer nicht gerade eine Hochgebirgs-Expedition im Sinn hat, kommt auch mit erheblich günstigeren Modellen aus, zum Beispiel mit einem Zelt von Xtend-adventure, einer deutschen Firma aus Fulda. In Outdoor-Foren fragen verunsicherte Nutzer nach der Qualität der Xtend-Modelle, die in der gleichen Fabrik wie die Zelte des Markenherstellers Helsport hergestellt werden sollen. Das Feedback fällt positiv aus, insbesondere für das Tunnelzelt Breeze 2 (2850g), das gut verarbeitet und sinnvoll konstruiert ist. Das für sein zweites Moskitonetz und den funktionalen Packsack gelobte Zelt kostet 329 Euro und damit weniger als die Hälfte des relativ ähnlichen Hilleberg-Modells. Zweifel an der Qualität beantwortet der Hersteller Xtend mit einer Garantiezeit von 5 Jahren.

(Logo: Xtend-adventures)

Hier sparen und an anderer Stelle investieren!

Wer gerne leichtfüßig unterwegs sein möchte und dabei keine Extremtouren unternimmt, sollte sich gut überlegen, ob beim Zelt nicht noch ein Kilogramm herauszuholen ist. Wie Xtend beweist, muss es nicht immer der Mercedes aus dem Hause Hilleberg sein, wenn für den Trekking-Urlaub ein superleichtes und funktionierendes Zelt benötigt wird. Hier kann man problemlos ein paar hundert Euro sparen, die man wiederum in einen leichteren Schlafsack investieren kann, um weitere 200g von der Waage zu kriegen. Besser, leichter, kleiner eben.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Xtend-Zelten gesammelt?

Ein Kommentar

  1. Habe dasVaude Mark II Light Zelt gekauft, nachdem ich es schon öfter von einem Bekannten geliehen habe und sehr begeistert war.
    Ich habe das Zelt bis jetzt für Roadrtips, sowie für mehrtägige Fahrradtouren benutzt.
    Das Zelt lässt sich sehr schnell aufbauen, was an zwei Dingen liegt:
    1. Die Aluminium Zeltstangen müssen nicht aufwendig durch schlaufen geschoben werden, sondern man baut das Gerüst einfach oberhalb des Zeltes auf und hängt dannach das eigentliche Zelt mittels Haken an das Gerüst.
    2. Das Innenzelt ist bereits mit dem Außenzelt verbunden und muss nicht separat aufgebaut werden. (es kann aber bei bedarf abgetrennt werden)
    Was auch gut ist ist der kleine dreieckige Vorzelt-Bereich vorne und hinten, da kann mann gut über Nacht Schuhe etc. abstellen.
    Auch die „Wäscheleine“ im Inneren ist praktisch zum Aufhängen von Kleidung oder einer Taschenlampe.

    Was bei wärmeren Wetter etwas problematisch werden könnte sind die etwas klein geratenen Lüftungsöffnungen, Allerdings habe ich in dem Zelt noch nie in sehr warmen Wetter geschlafen.

    Das Zelt ist allerdings eher für 1 Person geeignet. Ich habe mir mittlerweile auch die 3 Personen Variante gekauft, in welcher dann 2 Personen angenehm Platz haben. Die 3 Personen Version wiegt nicht viel mehr als die 2 Personen Version und die Packmaße sind auch ähnlich.

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