Offener Brief von Erika Därr über Reisewarnungen in Marokko

Die Reiseführerautorin Erika Därr kritisiert in einem offenen Brief an den deutschen Botschafter in Rabat die Sicherheitshinweise und Reisewarnungen des Auswärtigen Amts für Marokko und kommentiert sie mit eigenen Einschätzungen zur gegenwärtigen Situation.

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Erika Därr gehört definitiv zu den Marokko-Expertinnen im deutschsprachigen Raum. Sie besuchte das Königreich erstmals 1971, seitdem führten sie unzählige Reisen und Expeditionen in die Region. Sie ist die Autorin des wichtigsten deutschsprachigen Reiseführers für das Land, dem bei Reise Know-How erschienen Marokko-Handbuch für individuelles Entdecken (Rezension) sowie zahlreicher anderer Bücher über Nordafrika.

Die Publikation dieses Briefes erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Frau Därr. Der besseren Lesbarkeit wegen, wurden einige Zwischenüberschriften ergänzt.

(Foto: Klaus Därr, 2000)

Allgemeine Hinweise für Marokko nicht zutreffend

Dass gleich zu Beginn der Marokko-Seite die allgemeinen Sicherheitshinweise zur Sahara kommen, irritiert Pauschaltouristen, die das Land nicht kennen und sich zum ersten Mal nach Marokko begeben wollen nachhaltig und schädigt die dortige Tourismusindustrie. Diese allgemeinen Informationen halte ich für die Nachbarländer auf jeden Fall zutreffend, aber nicht für Marokko. Die Grenzen Marokkos sind sehr gut überwacht und wie der In Marokko lebende Thomas Friedrich schreibt, nahezu undurchdringlich, das betrifft insbesondere die Region der Westsahara zu Algerien und Mauretanien mit dem elektronisch gesicherten Grenzwall.

Hier eine kurze Episode dazu: Meine Tochter Astrid und ich, wurden 2009 am Flughafen von einer Frau angesprochen, als diese gemerkt hatte, dass wir uns im Land gut auskennen und hat uns gefragt wie gefährlich es wäre, vor allem die Entführungshinweise; sie hätte erst kurz vor dem Abflug durch den Reiseveranstalter die Warnhinweise bekommen. Sie flog nach Agadir und bekam die Reisehinweise trotzdem vom Veranstalter. Sie war sichtlich erleichtert, als wir sie beruhigen konnten.

Sie schreiben:

Deutschen Staatsangehörigen, insbesondere in den Großstädten Rabat, Casablanca, Tanger, Marrakesch und Fes sowie den Grenzgebieten zu Algerien und Mauretanien, wird zu besonderer Vorsicht geraten. Es wird dringend empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Zu und im Anschluss an die Freitagsgebete wird dringend geraten, öffentliche Plätze zu meiden.

Meine Meinung dazu: Aufmerksamkeit gut und schön, aber es führt zu einer Überängstlichkeit, dass viele Touristen dazu neigen jeden Araber der mit Bart und Käppi und Gandoura herumläuft als potentiellen Terroristen zu sehen. Probleme ergeben sich zusätzlich durch den zurückgehenden Tourismus, dass Schlepper und „faux guides“ wieder aufdringlicher werden um überhaupt noch Geschäfte zu machen und Touristen die zum ersten Mal in Marokko sind, können hier nicht unterscheiden zwischen einer bösen Absicht (möglicher Islamist) oder nur aufdringlicher Händler, Führer oder Schlepper.

„Mit ihren Warnungen im Kopf würde kein Marokko-Neuling solche Einladungen annehmen“

Wir wurden überall im Land ob von strengen Moslems oder mehr weltlich orientierten Berbern freundlich und zuvorkommend behandelt. So wurden wir zum Opferfest in Goulmima von der Straße weg auf der Suche nach dem Campingplatz, von einem Gerichtsschreiber zum Essen in der Familie eingeladen. Er war auf dem Weg zur Moschee und anschließend haben wir uns verabredet und konnten sowohl ein gutes Essen genießen als auch den Einblick in die Mittelklassefamilie gewinnen. Für uns war es nicht das erste Mal, aber trotzdem ein unvergessliches Erlebnis mit interessanten Gesprächen. Mit Ihren Warnungen im Kopf würde kein Marokko-Neuling so eine Einladung annehmen, obwohl Gastfreundschaft für jeden Moslem oberste Priorität hat, würde die Angst vor einer möglichen Falle überwiegen.

Menschenansammlungen in Marokko zu meiden ist ein schlechter Witz, denn in allen Souks des Landes geht es turbulent zu und der Djemaa el Fna in Marrakesch ist die größte Attraktivität und wohl auch die größte Menschenansammlung. Die Terroristen 2011 in Marrakesch haben sich bewusst ein Café ausgesucht in dem viele Touristen verkehren und nicht den Platz selbst. Marokkanische Terroristen, die es sicher gibt, wie es auch bei uns islamische Terroristen gibt, sind bis jetzt erfreulicherweise nicht so weit radikalisiert wie z.B. in Pakistan, Afghanistan, Kaschmir, Irak, dass sie Plätze angreifen auf denen sich viele Einheimische bewegen, sondern gezielt wie in Marrakesch Touristencafés oder ausländische Institutionen auswählen.

Gibt es Reisewarnungen für Europa, Amerika oder Israel?

Aber solche Vorkommnisse gab es seit 2001 dreimal in Marokko. Wie viele Bomben wurden seit 2001 in Europa gefunden? Kürzlich in Bonn, war es ein reines Glück, dass es nicht schlimmer kam. Gibt es Reisewarnungen für Europa, Amerika, Israel?

südmarokkoDa in Marokko keine Moscheen besucht werden können, mit Ausnahme Tin Mal oder Hassan II in Casablanca, wird kaum einer auf die Idee kommen, sich zum Freitagsgebet zu einer Moschee zu begeben und selbst danach in der Medina und auf öffentlichen Plätzen sehe ich in der Warnung keinen Sinn. Normalerweise wird nach dem Freitagsgebet zuhause Couscous gegessen und davon noch den Armen in der Nachbarschaft gespendet. Gerade Freitagmittag ist in der Regel der Souk wie ausgestorben. Es würde mich interessieren wie diese Meldung zustande kam.

Eine gewisse Gefahr sehe ich im Besuch der Souks von Casablanca-Medina und der umliegenden Armenviertel. Da die Islamisten besonders in den Elendsvierteln – den carrières — Nachwuchs rekrutieren, würde ich persönlich davor warnen, und empfehlen, sich von den Armenvierteln der Großstädte fernzuhalten (das betrifft insbesondere die Städte Casablanca, Tanger, Marrakesch).

Die Demonstrierenden richten sich nicht gegen den König, sondern fordern mehr Freiheiten

In Rabat oder Fes hatte ich im Gegensatz zu Marrakesch in den letzten Jahren nicht das Gefühl, dass hier eine verstärkte Islamisierung im Gange sei, während in Marrakesch in der Medina in zunehmendem Maße Frauen von Kopf bis Fuß schwarz verschleiert herum laufen, was ja ganz und gar nicht Berbertradition ist und von den meisten Berbern strikt abgelehnt wird.

In vielen Staaten der arabischen Welt finden weiterhin Protestaktionen statt, die teilweise von breiten Bevölkerungsschichten getragen werden und sich gegen die jeweiligen Regierungen richten. Auch in Marokko ist es in einigen Städten zu Demonstrationen und zum Teil auch gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen.

Die Demonstrationen in Marokko halten sich in Grenzen, ein Großteil der Bürger steht zum König als einigendes Element zwischen den vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und kennt die Gefahr des Auseinanderbrechens der Nation, falls es keinen König mehr gäbe. Die Demonstrationen richten sich nicht gegen den König sondern treten für mehr Freiheitsrechte ein und die Demonstrationen sind seit der Verabschiedung der neuen Verfassung und der neuen Regierung deutlich seltener. Auseinandersetzungen mit der Polizei gab es zu Beginn des arabischen Frühlings (in Marokko „Bewegung 20.Februar“), vor allem in Al Hoceima.

Terrorismus vs. Tourismus

In der Vergangenheit gab und gibt es diese in erster Linie in der Westsahara (Laayoune), oder mit den Anhängern der Islamistenpartei „Freiheit und Gerechtigkeit“ des verstorbenen Scheichs Yassine.

Terrorismus
Am 28. April 2011 ereignete sich in einem Café in Marrakesch eine schwere Bombenexplosion, die mehrere Todesopfer und Verletzte – darunter auch Ausländer – forderte. Der Anschlag wurde von einem islamistisch motivierten Terroristen durchgeführt. In Marokko sind trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen der Regierung terroristische Gruppen weiterhin aktiv und planen unverändert Anschläge. Die marokkanischen Innenbehörden gehen deshalb von einer hohen Gefahr weiterer terroristischer Anschläge im Lande aus. Auch ein Übergreifen der bislang vor allem in Algerien terroristisch aktiven Al Qaida im islamischen Maghreb (AQM) auf marokkanisches Gebiet wird von Sicherheitskreisen nicht ausgeschlossen

Siehe dazu mein Kommentar oben. Solange die Gesellschaft immer mehr in arm und reich auseinanderdriftet, werden die Islamisten Anhänger bekommen, das ist aber überall in der Welt das gleiche. Bei uns gibt es in Mecklenburg-Vorpommern Probleme mit den Nazis, aber auch mit Islamisten. Da könnte man auch bei uns vom Reisen generell abraten, z.B. Griechenland, oder wann explodiert die Lage in Spanien? In USA gibt es immer wieder terroristische Anschläge, ebenso gab es sie in Deutschland, in Madrid, in London. Marokkos Regierung und vor allem der König tun viel dafür, Islamistenzirkel auszuheben und Reformen durchzuführen, die Infrastruktur auszubauen. Aber wie sie selbst wissen, ist das in Marokko noch ein langer Weg, bis die Armut einigermaßen beseitigt werden kann. Der Tourismus kann hier helfen, aber stattdessen wird er mit übertriebenen Warnungen kaputt gemacht.

Allgemein würde ich sagen, dass demokratische Systeme in Bezug auf Terrorismus mehr gefährdet sind als diktatorische oder halbdiktatorische (halbdemokratische) wie Marokko, da hier wesentlich radikaler gegen Staatsfeinde durchgegriffen wird und auch die Grenzen weniger durchlässig sind als in Europa. Das heißt nicht, dass ich das gut finde, aber wenn man wahrscheinlich eine Terrorismusstatistik aufmacht, dann würde Europa oder Amerika im Vergleich zu Marokko deutlich schlechter abschneiden.

Das Auswärtige Amt rät bei Aufenthalten in Marokko– wie in allen Ländern der Region – zu erhöhter Aufmerksamkeit. Dies gilt insbesondere für Orte, an denen sich Touristen aufhalten und für religiöse Kultstätten sowie für symbolträchtige Daten, wie zum Beispiel hohe religiöse und andere Feiertage. Im wüstenartigen marokkanischen Grenzgebiet zu Algerien und Mauretanien könnten Reisende besonderen Gefährdungen ausgesetzt sein. Reisenden wird empfohlen, die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und den Weisungen der örtlichen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.

Welcher Tourist wird marokkanische Medien verfolgen – die sind in Arabisch oder Französisch, das beherrscht kaum jemand.

Reale Gefahren in Mauretanien und der Westsahara, nicht in der marokkanischen Wüste

Grenzgebiet Mauretanien: Hier ist Vorsicht geboten, da hier, wie sie schreiben in einigen Regionen Minen liegen, aber die Teerstraße nach Nouadhibou ist frei und problemlos zu bewältigen. Terrorismusgefahr besteht aber sicherlich auf der mauretanischen Seite und womöglich auch im Süden der Westsahara, da infolge des Mali- und des Westsahara-Konflikts auch Fluchtbewegungen der dort ansässigen Bevölkerung in Richtung Norden stattfinden kann. Die Grenze ist jedoch gut durch das marokkanische Militär bewacht und von der malischen Seite her und Mauretanien-Westsahara durch den elektronischen Grenzwall gesichert. Aber ein Einsickern von Terroristen über die grüne Grenze (auch im verminten Gebiet) ist nicht ausgeschlossen.

Algerien: Die meisten attraktiven Touristengebiete Marokkos liegen in Grenznähe zu Algerien, hier zu warnen ist überflüssig und schadet nur dem Tourismus. Merzouga und Erg Chebbi, nur ca. 20-40 km von der algerischen Grenze entfernt ist eines der Hauptattraktionen Marokkos. Wir trafen im Hotel eines marokkanischen Freundes Israelis, amerikanische Juden und ganze Wüstencamps mit über 100 Teilnehmern amerikanischer Sprachstudenten die von Spanien aus hierher regelmäßig in die Wüstencamps unseres Freundes kommen. Weder in Israel noch in USA gibt es entsprechende Reisewarnungen.

Veraltete Hinweise zu Minenfeldern

Dergleichen Zagora, M’Hamid und die Region zwischen Merzouga und Zagora und weiter nach Tata. Nirgendwo kann man nur annähernd irgendwo eine Gefahr sehen. Es sind Touristen aus aller Welt dort, vor allem auch spanische und französische Offroad-oder Wohnmobil-Touristen die jedes Jahr wiederkommen, zum Teil über drei Monate im Winter. Die Deutschen bleiben jedoch aus, weil sie die Warnungen fürchten. Immer wieder höre ich, „kann man da denn hin fahren?“

Reisen über Land

 

 

Von Fahrten in das Grenzgebiet zu Algerien und Mauretanien sowie in und durch die Westsahara wird dringend abgeraten. Eine konsularische Betreuung durch die Botschaft Rabat ist in der Westsahara aus praktischen und rechtlichen Gründen nicht möglich. Beim Grenzübertritt von Mauretanien in die Westsahara ist zudem eine Gefährdung durch nicht gekennzeichnete Minenfelder gegeben.

Siehe mein Kommentar oben. Grenzübergang Westsahara-Mauretanien: Hier gibt es mittlerweile eine Teerstraße und ein Grenzgebäude, keiner muss mehr durchs Minenfeld.

Im Rif-Gebirge werden mitunter Reisende von Rauschgifthändlern bedrängt (Steinwürfe, Straßensperren). Das Rif-Gebirge sollte daher nicht allein befahren werden. Insbesondere die Strecken zwischen Chefchaouen über Ketama nach Al-Hoceima sowie die Straße von Ketama nach Fes sind problematisch. Rauschgiftbesitz wird rigoros verfolgt und mit hohen Haft- und Geldstrafen geahndet.

Das ist mittlerweile veraltet. Es gibt hier weder Steinwürfe noch Straßensperren. Das gab es in den 70und 80er Jahren. Wir sind sowohl auf der letzten Reise wie auch 2010 durch Rif gefahren. Keinerlei Belästigung mehr, sehr freundliche Leute die sich über Touristen freuen, zumal es jetzt die landschaftlich wunderschöne und breit ausgebaute Küstenstraße von Tetuan bis Nador gibt.

Vorsicht bei illegalen Grenzübertritten und Sensibilität gegenüber der Bevölkerung!

Das als Kommentar zu Ihren Warnungen. Grundsätzlich würde ich vor Reisen nach Mauretanien warnen, vor dem Betreten von Armenvierteln, wie es ja auch in Südafrika bei Soweto gewarnt wird, vor illegalen Grenzübertritten z.B. nach Algerien oder Mauretanien am Minengürtel und zum sensiblen Umgang mit der Bevölkerung –- vor allem, was das Fotografieren und die Bekleidung betrifft, um nicht zu provozieren — das ist viel wichtiger als die anderen Warnungen. Wenn sich Frauen leicht bekleidet in die Nähe von Moscheen oder in Dorf und Stadtsouks begeben, schürt das Aggressionen.

kulturschock marokkoEinen guten Beitrag zum Umgang mit der Bevölkerung liefert das Sympathiemagazin Marokko (hier bestellbar) des Studienkreises für Tourismus. Es wäre wesentlich sinnvoller darauf hinzuweisen, dann kann der Tourist seinen Beitrag leisten zum sanften Tourismus. Wie der Mali-Konflikt sich auf Marokko auswirkt wird sich herausstellen, aber dadurch werden die Touristenzahlen eher noch geringer.

Mir tut es weh, wenn ein so schönes Land wie Marokko mit weitgehend freundlichen Leuten und einer großartigen Kultur in den Augen des unbedarften Reiseinteressierten so niedergemacht wird. Es würde mich freuen von Ihnen zu hören und ich bin auch jederzeit bereit, Ihnen mit Informationen zur Verfügung zu stehen.

109 comments

  • Sehr gut geschrieben und den Tatsachen entsprechend!

    • Daniel Broutschekq

      Hallo,

      ich war im Februar des Jahres 2011 in Marokko, habe die Demonstrationen und Unruhen in Tanger am 20. 2. und in Chefchauoen an den folgenden Tagen miterlebt. Die Zustände waren gewaltgeladen, ich spreche von massiven Randalen, Plünderungen und brennenden Autos, es war für eine Weile nicht abzusehen, wohin sich die Situation entwickelt, vor allem angesichts der damaligen Unruhen in Ägypten, die allerorten interessiert auf Al jassiera verfolgt wurden. In Erinnerung des Erlebten fand ich die damaligen Warnungen des Auswärtigen Amtes nicht übertrieben, sondern angebracht. Es geht dem AA nicht darum, den Tourismuszweig im betreffenden Land zu schützen, sondern die Touristen. Wir sind damals aus Tanger geflohen, unsere Kinder erzählen heute noch davon, es war der Beginn unserer 6wöchigen Marokkoreise und es hat eine Weile gedauert, bis wir uns entspannen konnten.

      • Im Februar 2011 , also voll im arabischen Frühling waren die Reisewarnungen natürlich angebracht, aber nicht mehr Ende 2012 bzw. 2013, zu dem Zeitpunkt als ich meinen Kommentar verfasst habe. Aber auch 2011 war es ein Quatsch den Menschen Angst vor Entführungen zu machen. Das betrifft die Zentralsahara und Nordnigeria aber nicht Marokko und die Grenzregion zu Algerien – einer der meist touristischen Destinationen in Marokko wie Merzouga oder Zagora- M´hamid. Mittlerweile sind auch die sonntäglichen Demonstrationen in Rabat vorbei – kein Marokkaner will Zustände wie in Ägypten oder Libyen, so dass das Land auch dank einer gemäßigten Politik des Königs einen ziemlichen Aufschwung verzeichnen kann. Vor allem hat Marokko durch den Tourismus der sich aus den anderen nordafrikanischen Ländern nach Marokko verlagert hat, stark profitiert. Natürlich ist die Lage in der Westsahara immer wieder angespannt, aber im Großen und Ganzen ist es in Marokko friedlich und keiner wünscht sich Zustände wie in den Nachbarländern.
        Die Warnungen des Auswärtigen Amtes wurden auch wegen meines Briefes und den weiteren Briefen zahlreicher engagierter Marokkoautoren und dort lebenden Personen entschärft und verbessert, so dass man jetzt damit leben kann, sofern man die Warnung vor Menschenansammlungen meiden auf Demonstrationen bezieht und nicht auf Souks und Medinas, wo man zwangsläufig in Menschenansammlungen ist.
        Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man in Marokko genauso unbeschwert reisen kann wie in Europa. Anschläge kann es überall geben.
        In diesem Sinne ein friedliches Weihnachtsfest wünscht Erika Därr

        • Hallo Frau Daerr
          Marokko durchlebt gerade eine Revolution! Der Koenig Mohamed VI wird als ganz grosser Herrscher in die Geschichte eingehen. Das Allah Ihm beistehe.
          Halte die Monarchie inzwischen fuer die ueberlegene Staatsform und befuerworte, dass der Monarch auch die gewaehlten Abgeordneten bei Fehlverhalten feuern kann, wie in der Privatwirtschaft.
          Koenig Mohamed VI ist beim Volk beliebt. Bei seinen Aufenthalten in Tetouan im Sommer, egal ob offiziell oder privat, wird sein Vorbeifahren stuermisch beklatscht und das unaufgefordert.

        • Vielen Dank für den offenen Brief. Wir fahren Mitte März 2016 mit unseren Kindern nach Marokko und freuen uns sehr. Ist die Situation in Mhamid und Zagora nach wie vor so wie sie sie beschreiben? Lg dagmar

          • Alles ganz entspannt. Sitze gerade in Kenia (Marokko)) im Cafe. LG Erika Därr

          • ursula borsbach

            ich würde mich freuen, wenn ich von ihnen hören könnte, wie sie die sicherheit und den alltag in marokko erlebt haben. ich fahre nämlich im november mit einer freundin und begleitet durch humboldreisen auf einer rundreise. nach marokko. vorgesehensind die königsstädte mit einigen ruhetagen.
            freundlichen gruß
            ursula borsbach

          • Hallo,
            Ich würde jederzeit wieder nach Marokko fahren. Es war ein Traumurlaub. Bzgl Sicherheit ist es unbedenklich, bzw. auch nicht mehr oder weniger gefährlich wie in Berlin, London, oder Süditalien. Die Reisewarnungen gelten für die Westsahara. Der Rest des Landes ist sehr freundlich und wuuuunderschön. Freuen sie sich drauf!

          • Sind gerade aus Marokko zurück.
            Alles bestens, die Leute sind überaus zuvorkommend und hilfsbereit. Wir waren 7 Wochen mit dem Wohnmobil unterwegs und haben überall nur positive Erfahrungen gemacht. Zagora und der gesamte Süden sind besonders vom Tourismus abhängig, ein Rückgang der Touristenzahlen hätte für Marokko gravierende Folgen. Deshalb Marokko unterstützen und dorthin reisen, damit das wunderbare Land weiterhin ruhig bleibt.

      • Ich war 1984 in Tetouan Augenzeuge der Vorkommnisse, am schwarzen Donnerstag und blutigen Freitag.
        Ich habe auch besagte Demos gesehen. Also gehen Sie mal in D auf eine Demo mit Beteiligung des schwarzen Blocks. Sie werden sich wundern, wie unsicher Deutschland ist.

  • Hallo, ich war auch schon ein paar mal in Marokko,zuletzt 2011.Habe dort auch private Kontakte und bin jedesmal willkommen.-Wenn man sich so verhält,wie es sich in einem nordafrikanischen Land gehört,hat man keine Probleme(z.B. nicht auf Anmache reagieren und sich nicht zu freizügig anziehen als Frau;schauen,welche landestypischen Regeln sollte man eventuell beachten-einfach die andere Kultur achten).
    So,wie Frau Därr schreibt,ist Marokko ein wunderschönes Land und die Menschen sind freundlich und offen,wenn man ihnen ebenso gegenübertritt.

  • Markus (Omar) Gügel-Atifi

    Hallo und Grüeziwohl,
    ich bin seit einigen Jahren mit einer Marokkanerin sehr glücklich verheiratet, unsere Familie lebt in Beni-Melall. Meine erste Reise in das Land war 1974, mit nur ein paar Dirhams in der Tasche. Durch viele Reisen in den folgenden Jahren, habe ich Land und Leute gut kennen gelernt.
    Noch leben wir in der Schweiz, haben aber immer längere Aufenthalte im Land und werden in einigen Jahren ganz nach dorthin (r)emigrieren. Obwohl ich schon vor Jahren zu Islam konvertiert bin, hätte ich diesen Schritt nie geplant, wäre ich mir im Land nicht absolut sicher.
    Ich bewege mich auch oft alleine, im Auto mit Schweizer Kennzeichen oder mit dem Mietwagen in ganz Marokko – ich habe noch nie Probleme gehabt. Mein Marokkanisch ist auch eher bescheiden und meine Statur ist nicht gerade landesüblich. Trotzdem werde ich immer freundlich und hilfsbereit (besonders auf dem Land) aufgenommen. Meine Wege führen mich auch in die Bergregionen und an die Grenzen. Beachtet man die oben genannten Regeln im Umgang, sehe ich wirklich keine Schwierigkeiten. Gross- (Hafen-) Städte, sind wie überall auf der Welt der Schmelztiegel vieler Charaktere, gerade dort wird besonders personell der Sicherheit Rechnung getragen.
    Den Ausführungen von Frau Därr kann ich mich in jeder Hinsicht anschliessen:
    > Marokko ist ein sicheres Reiseland <

    • Ich freue mich sehr darüber, dass die Veröffentlichung des Briefes von Frau Därr solch eine positive Resonanz zeigt. Nun will auch ich meinen Beitrag leisten und speziell zur Westsahara Stellung nehmen.

      2008 zog es mich das erste Mal nach Marokko. In Etappen fuhr ich Marokko von Nord nach Süd mit meinem Fahrrad durch. Hierbei ging es Richtung Mauretanien auch durch die Westsahara . Die Sahrauris sind mir ans Herz gewachsen, so dass ich noch insgesamt 5 mal in die Westsahara zurückkehrte, wie gesagt, alleine und als junge Frau.

      Während meiner Fahrradtour durch die Westsahara
      https://www.youtube.com/watch?v=4W-LI-cJmTo (marokkan.Fernsehreportage)
      erlebte ich die einzigartigkeit der Sahrauis und konnte mich auch tiefer in den Konflikt reindenken. Zu keinem Zeitpunkt wurde ich feindlich behandelt. Im Gegenteil, die Sahrauis freuen sich über die Touristen die kommen und zeigen sich einem in einer natürlichen Art und Weise, da noch vom Massentourismus unbekümmert.

      Auch das marokkanische Militär erscheint an jeder regionalen Grenze freundlich.
      Kleiner Tipp, man sollte zahlreiche Kopien des Ausweises zur Verfügung haben, erleichtert beiden Seiten die Aufnahme der Personalien.

      Ich kam immer tiefer in die Widersprüche bzgl. der Aussagen der Marokkaner und der Sahrauis, was den Westsaharakonflikt angeht. Es stimmte mich sehr traurig als ich sehr viele Schicksalsschläge mitbekam.
      Während meines Auslandssemester an einer marokkanischen Universität vertiefte ich mich in diesen Konflikt und verbrachte noch mehr Zeit in der Westsahara. Eine neutrale Recherche auf beiden Seiden endete in einer erfolgreichen Masterarbeit.

      2012 durchquerte ich erneut die Westsahara bis zur Grenze Mauretaniens, auf zwei Fahrrädern (TWIKE). Auch 5 Jahre nach meiner ersten Durchquerung kann ich es ruhigen Gewissens empfehlen.

      Erneut wurde eine Fernsehreportage über die zweite Durchquerung für das marokkanische TV gemacht:

      https://www.youtube.com/watch?v=AobHG_oBZoE

      In der Zwischenzeit lebe ich bereits wieder längere Zeit in Marokko da mein liebes Gefährt TWIKE Zora eine Sondergenehmigung für sein Visum erhalten hat.

      In der Zwischenzeit bin ich mehrmals (auch alleine) größere Strecken in alle Richtungen Marokkos abgefahren und fühle mich so sicher in Marokko, dass ich überhaupt keine Bedenken habe, selbst nachts!, mich alleine mit diesem Gefährt auf der Strasse zu bewegen.

      In diesem Sinne kann ich Marokko nur empfehlen und bitte ebenfalls das Aussenministerium die betreffenden Zeilen nochmals zu überdenken.

  • Ich habe von 2.-10.Feb. 2013 eine Busrundreise in Marokko (Königsstädte) gemacht und kann nur positives berichten. Die Menschen dort waren ausnahmslos äusserst freundlich, es ist ein tolles, schönes Land. Unser Reiseführer war ein extrem freundlicher, kultivierter, hilfsbereiter Mann aus Rabat, wie man sie in Österreich auch nur mehr sehr, sehr selten findet. Er hat uns auch vor dem abendlichen Besuch der Medina Casablancas gewarnt, überall sonst hatten wir uns aber überall frei und unbehelligt bewegt.

    Eine deutliche Warnung gibt es aber doch: nämlich vor der Anreise via IBERIA.

    Von 4 Flügen (Wien – Madrid – Casablanca) alle 4 verspätet, kein Essen an Bord, Koffer erst am nächsten Tag angekommen und das schlimmste:
    Wir haben in Casablanca im Duty Free (!) 4 Flaschen marokkanischen Wein gekauft und mitgenommen. Beim umsteigen in Madrid – wir hatten den gesicherten Bereich nicht verlassen – gab’s nochmals Handgepäck-Kontrolle, der Wein wurde einkassiert und entsorgt.

    Eigentlich könnten wir auch sehr gut einen europäischen Frühling vertragen.

  • Hallo,ich bereise das wunderschöne Land seit 10 Jahren schon das ganze Land erkundigt,4 mal schon mit dem eigenen Auto von der Schweiz aus bis in die Sahara Merzouga gefahren!
    Wir zu zweit Frauen hatten nie den Gedanken gehabt auf diesen Reisen nach Marokko das etwas passieren könnte,denn diese liebenswürdigen, freundlichen, hilfsbereiten Menschen geben dir nie das Gefühl! Auch die Gastfreundschaft ist grossartig ! Wenn Touristen so unsicher und mit Angst reisen passiert bestimmt etwas weil sie sich falsch verhalten!
    Wir werden immer wieder das traumhafte Land besuchen weil auch das Klima einmalig ist! Wir können Marokko jedem empfehlen!

  • Pingback: Reality Check: Auswärtiges Amt entschärft Sicherheitshinweise für Marokko | Trekking in Marokko

  • Vielen Dank für diesen tollen, detaillierten Bericht zur Sicherheitslage in Marokko. Ich habe gerade mit meiner Freundin eine dreiwöchige Tour durch Marokko geplant und wir wollten unbedingt auch nach Merzouga ein wenig den Eindruck der Sahara zu erleben. Jetzt habe ich auch diesen Warnhinweis des Auswärtigen Amts gelesen und muss sagen, dass er mir schon ordentlich Angst gemacht hat. Wenn von hoher Entführungsgefahr in der Nähe zur algerischen Grenze gesprochen wird macht einen das schon extrem nachdenklich. Zum Glück habe ich jetzt den Offenen Brief von ihnen gefunden, der mich doch sehr beruhigt. Einer Ortskundigen Experten vertraue ich da auch viel mehr als dem Auswärtigen Amt, welches wahrscheinlich einen Standartwarnhinweis für Nordafrika erstellt hat. Vielen Dank, so können wir unsere Reise doch genießen

  • Wir fliegen nächsten Dienstag nach Marrakesch und haben auch Ausflüge geplant wie Merzouga und möchten dort in der Wüste übernachten. Nun kommen jedoch Warnhinweise vom Auswärtigen Amt, dass man Reisen in die Wüste unterlassen sollte. Wie gross ist denn das Risiko in Marokko herumzureisen insbesondere in diese Gebiete bei der Wüste? Wäre für einen Kommentar dankbar, da wir nun echt nicht wissen, was wir tun sollen.

    • Hallo Colette, wir waren mit TWIKE Maroc an Silvester in Merzouga und vor einem Monat in Ouarzazate. Meiner Meinung nach können sich die Warnungen höchstens auf die „Westsahara“ beziehen, aber selbst nach Dakhla sind wir mit dem TWIKE (Elektrofahrzeug) gefahren und wir haben uns immer sehr sicher gefühlt. Wollt ihr denn alleine in der Wüste übernachten oder innerhalb einer organisierten Tour? Wir sind in der Silvesternacht alleine (privat nicht geschäftlich) auf eine abgelegene Düne gegangen, Gedanken wie Entführungen etc. sind mir nicht einmal gekommen. Ich hoffe dir ein wenig weitergeholfen zu haben. Ich wohne nun schon seit einigen Jahren in Marokko und bin mir sicher, dass du auch von andereren Deutschen wohnhaft in Marokko ähnliches hören wirst.

      Liebe Grüße
      Zora

      • Vielen Dank Zora für Deine Antwort. Wir werden den Ausflug mit einem Privatführer/Guide machen, den uns der Hotelbesitzer in Marrakesch organisieren wird. Er schrieb uns, dass ihre Fahrer über viel Erfahrung verfügen etc. Wir würden dann die Nacht in einem der Berberzelte in der Nähe von Merzouga verbringen, was sehr schön sein soll. In die Westsahara beabsichtigen wir nicht zu fahren, sondern weitere Ausflüge nach Essaouira zu unternehmen. Es beruhigt jedenfalls zu hören, dass andere keine Probleme beim herumreisen hatten. Vielen Dank und herzlichen Gruss. Colett.

  • Habe diese Kommentare mit großem Interesse gelesen, da auch ich im Januar 2014 eine Reise mit dem eigenen Offroader nach Marokko in die Gegend um Tamegroute plane. Dort haben wir ein Hotel in Aussicht genommen. Aber natürlich bin ich als Marokko-Neuling auch über die Sicherheitsmeldung des auswärtigen Amtes irritiert. In den Offroad Magazinen wird das hier gelesene Lob Marokkos und seiner Sicherheitslage auch schriftlich bestätigt. Ich war aber wegen der aktuellen Entwicklungen in den Nachbarstaaten besorgt. Ich werde jetzt diese Diskussion weiter verfolgen und hoffe ggf. auch auch warnende Hinweise, bin aber erstmal beruhigt und werde die Reise mit meiner Frau wohl antreten.

    Vielen Dank
    Karl

    • Ich werde mit meinem Mann im Oktober auch nach Marokko fliegen und herumreisen, auch eine Nacht in der Wüste verbringen etc. Ich habe mich auch über alle Nachrichten erkundigt und Marokko ist zum Reisen genauso sicher wie ein anderes Land. Sie haben nach dem Attentat vor zwei Jahren viele Sicherheitsmassnahmen ergriffen. Alle Grenzen sind gut überwacht. Man sollte einfach nicht umbedingt in die Nähe der West-Sahara fahren.
      Colette

  • Meine Tochter und ich wollen am 2.10. 2013 für eine Woche nach Marakesch reisen. Meine Tochter wurde nun heute auf die Warnung des Auswärtigen Amtes aufmerksam gemacht mit der lakonischen Bemerkung, hoffentlich kommst du wieder zurück. Ich war eigentlich nicht verunsichert, aber jetzt schon. Ich bin ein 68 und weiss noch zu gut, zu RAF-Zeiten wurden Amerikaner gewarnt nach Deutschland zu kommen. Was für ein Witz! Verhält sich es ähnlich jetzt für Marokko?

    • Hallo Gudrun, ich bin oft in Marokko und meine Frau ist Marokkanerin, wir bewegen uns viel im ganzen Land. Wir fühlen uns absolut sicher. Ehrlich gesagt, wenn ihr nicht in die letzten Winkel geht, … aber das macht ihr ja in Deutschland auch nicht. Marokko ist ein sicheres Land!

  • Hallo Zusammen,
    leider haben aktuell die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes mir einen Strich durch meine Urlaubsplanung gemacht. Hatte vor mit dem Leasingfahrzeug (Firmenwagen) im Oktober nach Marokko zu fahren.
    Leider hat die Leasingfirma das untersagt.
    Anbei ein Auszug der Email:
    ******************
    …wir haben Ihr Anliegen intern geprüft und teilen Ihnen nunmehr mit, dass wir einer Auslandsfahrt nach Marokko aufgrund der politischen Situation und der damit verbundenen Gefahrenlage
    nicht zustimmen. …….
    ****************
    Darauf hin habe ich mir die Hinweise durch gelesen.
    Ich war entsetzt wie Marokko dargestellt wird, besonders die Anmerkung zu dem Rollenverständnis der Marokkaner nach dem sich Frauen Zurückhaltend verhalten sollen.
    Gibt es den eine Stellungnahme von der marokkanischen Regierung?
    Viele Grüße
    Saida

    • Markus (Omar) Gügel-Atifi

      Wir, meine Frau und ich fahren immer mit Leasingfahrzeugen nach Marokko, warum auch nicht? Geleaste Autos müssen vollkaskoversichert sein! Also, was interessiert es denn den Leasinggeber? Wichtig ist der Versicherer! Aus der Schweiz ist das kein Problem. Aus Deutschland schon eher, aber da gibt’s auch Möglichkeiten bei den Versicherungsgesellschaften upzugraden. Alle wollen nur minimiertes Risiko und möglichst nichts zahlen müssen. Gern werden da einfach die übertriebenen Sicherheitshinweise als Grund herangezogen. In den nun mehr als 20 Jahren hat keines meiner Autos je einen Kratzer in Marokko abbekommen, genau so wenig, wie ich, der seit fast 40 Jahren in ganz Marokko unterwegs ist.

  • Wir können Frau Därr nur zustimmen und werden mit unserem 4X4 Wohnmobil
    im Januar 2014 wieder nach Marokko reisen. Wie schon 2009 und 2o11 wollen
    wir die Pisten nahe der algerischen Grenze erkunden. Wir haben nur schöne Erinnerungen an die Bevölkerung.

  • Hallo miteinander, ich würde gerne ein kurzes statement über unseren Marokkourlaub verlieren.
    Wir waren diesen Oktober im RobinsonClub in Agadier (Der Club liegt direkt neben dem Palast des Königs, also eine schöne Stelle!). Es war bis auf eine Sache alles ziemlich schön.

    Jeden Morgen und Abend mussten nähmlich drei bis vier Männer über den gesamten Hotelstrand laufen und die Plastiktüten entfernen.

    Eigentlich bei jedem Schwimmen hattest du mindestens einmal eine Plastiktüte in der Hand. Bei Auflandigem Wind bzw. höheren Wellen kamen aus kleine Algen noch dazu. Wir empfanden das als ziemlich unangenehmen, da auch ein Grund nach Marokko so fliegen, das warme Meer war. Also die Meerverschmutzung ist schon ziemlich heftig entlang der Küste, wobei Agadier noch ziemlich weit südlich ist. Ich müchte beispielsweise nicht in Casablanca ins Meer gehen.

    Fazit für uns: Das Mittelmeer ist für Schwimmer viel besser geeignet.

    Natürlich ist das eine subjektive Meinung! Vielleicht gibt es auch ganz schöne Strände, aber die Marokkaner gehen selbst auch wenig ins Wasser. Ich will nicht wissen wie viele Kleinstteilchen an Plastik ich in dieser Woche geschluckt habe…

    Sorry für die schlechte Nachricht, aber vielleicht gehst du ja sowieso lieber in den Pool und lässt dich von der Sonne bräunen. Das kann man dort sehr gut.

    By the way: Ein Greenfee für 9 Loch Golf kostet auf dem Alten Golfplatz vom König nur 15 Euro, der Keddy kostet 10 Euro. Golfen ist dort ziemlich angesagt und für den Preis kann sich das ja jeder Leisten. (Natürlich gibts noch viel bessere Golfplätze)

    Ich frage mich gerade wieso der König so eine Verschmutzung seines Meeres zulässt, wo er doch selbst 18 Paläste mit Strand hat. Die Einheimischen haben gesagt, dass er wohl viel lieber Jetski fährt. Die tragen ja auch nicht wirklich zur Reinigung der Meere bei… naja das sagt ja alles…

    Also ich lass es erstmal mit Marokko, bis sie geschaft haben das Meer zu säubern.

    • Der Atlantik ist groß. Die Plastikverschmutzung ist ein weltweites Problem. Und Marokko liegt nun mal mit seinen Stränden zielgerecht in der Anschwemmzone. Ich würde es also weniger den Marokkanern anlasten als dem Rest der Welt.
      Das Mittelmeer ist natürlich weniger belastet. Der meiste Müll kommt nicht an Gibraltar vorbei und die Anrainerstaaten verhalten sich wohl auch vernünftiger.

      Für mich von Interesse: Angst vor Terrorismus und Verbrechen (dem Ausgangspunkt dieses Blogs) scheinst Du nicht gehabt zu haben.

      LG
      Karl

    • Holzberg & Lagrouni

      Mit Rücksicht auf die Meeresströmungen denke ich, dass ein hoher Anteil Müll im Meer von den Kanarischen Inseln her angeschwemmt wird.

  • hallo
    ich war im märz 2012 das erste mal in marokko mit einem haufen probleme im gepäck (beziehungsende und alkoholstopp),
    dadurch hatte ich extreme schlafstörungen und war deshalb auch nachts viel unterwegs….
    es gab bestimmt einige situationen meine hilflose situation auszunutzen aber
    das gegenteil passierte,
    dieses aufmerksame freundliche völkchen hat mir geholfen wieder die füße auf den boden zu bekommen …
    danke marokko

    • Hallo Torsten,
      Dein kommentar trifft mein gefühl al marokko-neuling am besten! Menschen welche ich hier vermisse treffe ich dort… freundlich, selbstbewusst,weltoffen und humorvoll (.und sie rasen nicht mit 180 über die Strassen;))
      Bleib weiterhin auf dem boden mit hoffnungsvollem blick in die ferne

      Tim

    • Hi, Torsten zs, genau wie Dir damals, geht´s mir heute. Beziehung kaputt, Alkohol angesagt – das eine provoziert das andere. Habe mich gestern entschieden, einige Zeit in Marokko zu verbringen. Ich lebe in Portugal und deshalb ist die Reise kurz. Habe vielleicht genug Kohle um erneut zu emigrieren ? ( ex BRD 1981 ) und suche Kontakte. Bin Mandelbrenner mit 5 Maschinen, seit 20 Jahren etabliert auf der iberischen Halbinsel. Will jetzt Verbindung in Marokko anknüpfen um mit 69 Jahren ! erneut durchzustarten. Hilfe ?
      Gruss, Harald

  • Pingback: Kurztrip nach Marokko | Computer und der ganze Rest …

  • Ich lebe seit 1982 hauptsaechlich in Marokko , bin auch schon zum 2.Mal mit einer Marokkanerin verheiratet .Ueber die deutsche Auslandsvertretung kann ich nur noch lachen . Wie sie da sitzen in Rabat , eingebunkert im Inneren, unsichtbar . Man trifft nur noch auf Marokkaner . Dementsprechend abstrus ist auch die Einschaetzung der Lage im Land , die die Botschaft loslaesst . Woher sollen deutsche Buerokraten ihre Erkenntnisse beziehen ? Wer sich einigermassen normal verhaelt , hat in Marokko weniger zu befuerchten , als in einer deutschen Grossstadt . Habe mir auch die Demonstrationen gegen die Mohamed Karikaturen aus naechster Naehe angesehen , ohne das mich Jemand belaestigt haette .Geklaut werden kann weltweit ueberall Etwas , wenn man nicht aufpasst .Marokko, mit meiner Garantie , absolut sicher und gastfreundlich.

    • Reinhold Stangier

      Rachid, die Deutschen im Konsulat sind nicht mehr verbunkert als die marokkanischen Mitarbeiter, die Sie zu Gesicht bekommen haben. Die marokkanischen Mitarbeiter sind für Visa-Angelegenheiten zuständig. Für alle anderen konsularischen Angelegenheiten sind Deutsche an einem Extra-Schalter zuständig. Dass Marokkaner eingestellt werden, sollte doch positiv gesehen werden. Abgesehen davon sollte doch auch klar sein, dass diese Berichte, ob sie zutreffend sind oder nicht, nicht von diesen „verbunkerten“ Mitarbeiter ausgegeben.

      • Lieber Reinhold
        besagten Schalter kenne ich bestens. Bin zur Zeit dabei meine Memoiren zu schreiben, die ich im Net veroeffentlichen werde, ein Kapitel (bitte die Lachmuskeln nicht verspannen) „Im Konsulat“, fuer Lachanfaelle wird nicht gehaftet.
        Natuerlich ist es positiv, Marokkaner einzustellen. Die sind wenigstens freundlich.Auch verfuegen Jene ueber gesunden Menschenverstand, den ich so sehr an besagten Schalter vermisse.Leider haben sie nichts zu sagen.

    • Danke, Rachid, bitte schau Dir ´mal meine Antwort auf Torstens Beitrag an. Hilfe ? Gruss, harald

  • Hallo,

    ich war mehrmals in den 80 gern in Marokko.
    Damals war das Thema Terrorismus noch gar keines .
    Bin immer nur mit Flug eingereist und dann weiter auf eigene Faust.
    Leider bin ich auf jeder meiner Reisen bestohlen worden.
    Einmal wurde sogar mein Hotelzimmer aufgebrochen und Pass und sämtliches Geld waren weg.
    Aber 1985 im Sommer habe ich die Olympiasiegerin Nawal al Moutawakel in Casa kennengelernt und war auch bei ihr zu Hause zum Tee eingeladen.
    Ein unvergessenes Erlebniss mit einer großartigen ,jungen Frau.
    DAS hat alles Negative aufgewogen.

    Walter Hähnel…

  • Meine Frau und ich sind 2013 erstmalig mit einem Wohnmobil nach Marokko gereist. Unmittelbar vor dem Übersetzen bekamen wir die Warnungen vom Auswärtigen Amt in die Hände und waren entsetzt, ich erwog sogar die Reise abzubrechen. Wir taten es aber doch nicht und genossen eine wunderschöne Zeit in Marokko mit vielen freundlichen Menschen. Weitere Besuche sollen folgen.
    Wir machten nur negative Erfahrungen mit Steine werfenden Kindern und Jugendlichen an Straßen. Hilfe hierfür erhoffe ich von der marokkanischen Regierung und dem Tourismusverband, denen ich diesbezüglich schrieb.

  • Hallo zusammen
    Wir überlegen uns mit unserem Auto von der Schweiz nach Marokko zu fahren und dort auf vorwiegend eigene Faust unterwegs zu sein.
    Da wir voraussichtlich etwa zwei Monate unterwegs sein werden, lohnt es sich meiner Meinung nach mit dem eigenen Auto anzureisen. Gibt es gewichtige Argumente, die dagegen sprechen und für ein Mietauto sprechen oder hat jemand eigene Erfahrungen mit dem Unterwegssein im eigenen Auto?
    Danke! Gruss Marcus

    • Markus (Omar) Gügel-Atifi

      Hallo Marcus, ich kann dir nur dazu raten, es so zu machen! Wir fahren auch immer mit dem Auto (Kleinbus) vom Bodensee entweder über Spanien oder mit der Fähre. Manchmal nur für gesamt vier Wochen. Es lohnt sich! Wir haben unser gewohntes Auto mit viel Platz, können drin auch schlafen. Keine Flughafentransfers, Taxis und so weiter. Schöner Nebeneffekt die marokkanischen Neffen meiner Frau kommen auch mal raus in die Welt. Also nur zu … wir sind ab März auch wieder unterwegs.
      Gruss vom Bodensee

  • Hallo, ich plane eine Marokko Wüstentour. Meine Freundin ist mit einem Marokkaner zusammen und die beiden organisieren die Tour mit einer einheimischen Reisegesellschaft (Träger, Kamelen, Zelt etc.) Insgesamt haben 3 Mädels die Tour gebucht plus meine Freundin u deren Freund u Träger. Jetzt habe ich die Meldung vom Auswärtigen Amt gelesen und mache mir Gedanken über das Risiko einer Entführung. Wie gefählich ist es denn wirklich als Frau in kleiner Gruppe durch die Wüste zu wandern? Wir sind 5 Tage unterwegs und die meiste Zeit im Zelt. Bin ich sehr naiv und Ist hier von der Reise eher abzuraten oder kann ich es wagen? Freue mich über Eure Meinung!
    Viele Grüße
    Steffi

  • Hallo zusammen,

    wir möchten mit unserem 22 Monate altem Kleinkind nach Marroko reisen.
    Geplant ist ein Flug nach Marrakesch und ein Aufenthalt dort.
    Dann soll es weiter nach Merzouga gehen mit dem Mietwagen und danach Richtung Meer.
    Wir würden gerne auch gerne Wüstentour machen( Kind in der Kraxe). Wobei ich Bedenken habe, ob das mit dem Kleinen überhaupt geht zB wegen Sandstürmen usw.

    Was sollte wir generell bedenken ?

    In unserem Bekanntenkreis erhalten wir nur Kopfschütteln, dass wir in ein nordafrikanisches Land reisen, wegen der Lage in Syrien beispielsweise.

    Mir persönlich bereiten daher eher Schlangen Kopfzerbrechen …….

    Über Tipps und Ratschläge würfe ich mich freuen.

    Gruß
    Nicole

    • Welche Schlangen? Die der biblischen Natur?
      Marokko ist dann doch wenig besetzt von der biblischen Erbsünde (Wobei es wohl die giftigste Schlange ist), ansonsten sind die Schlangen wohl eher scheu!
      Sorgen über diese Tiere würde ich mir eher in Australien machen… da reist aber schon jeder mit seinen Kindern hin:)
      Marokko ist toll!

  • Pingback: Wie gefährlich ist eine Reise nach Marokko? » Sonne & Wolken

  • Warum Marokko und nicht Libanon, ist viel interessanter.

  • Gibt es aktuellere Tipps und Hinweise?
    Any more current comments and updates?

  • Ja, vor wenigen Tagen hat das Auswärtige Amt auf IS-Drohungen reagiert und weltweite Sicherheitshinweise für 24 Länder herausgegeben. Marokko und Tunesien sind nicht darunter und werden vermutlich nicht als bedroht wahrgenommen. Mehr dazu hier: http://trekking-marokko.de/reisewarnungen-marokko/

  • Wietholtz Brigitte

    Sehr geehrte Frau Därr,
    verunsichert von den Empfehlungen und Warnungen des Ausw. Amtes bzgl. Marokko, habe ich Ihre Anmerkungen mit großem Interesse gelesen.
    Meine Frage an Sie lautet, würden Sie Ihre Einschätzungen auch noch zu diesem aktuellen Zeitpunkt ( die Einträge sind meist aus 2013) bestätigen?
    Wir planen eine geführte Reise zu den Königsstädten Mitte Oktober.
    Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort
    Mit freundlichen Grüßen,
    Brigitte Wietholtz

    • Hallo Frau Wietholtz,
      ich stehe selbstverständlich immer noch zu meinen Aussagen. Bisher blieb es in Marokko ruhig, auch wenn es natürlich Unterstützergruppen der ISIS gibt, so wie bei uns auch. Die marokkanische Regierung tut viel für die Sicherheit und ist wachsam bezüglich Terrorismus. Marokko ist nicht Algerien und übertriebene Angst sollte man nicht haben. Marokko ist wahrscheinlich immer noch das sicherste Land Nordafrikas wenn nicht sogar ganz Afrikas, wenn man die Gefahren in punkto Terrorismus, Kriminalität und Gesundheit zusammenzählt. Armenviertel in Großstädten meiden, das sind die Brutstätten von Terrorismus nicht nur in Marokko. Ich wünsche ihnen viel Spaß auf Reisen!!

      • Sehr geehrte Frau Därr, auch ich danke Ihnen für diese Antwort! Ich möchte am kommenden Mittwoch nach M. fliegen u. mache eine geführte Rundreise. Ich wurde heute v. einer Bekannten in Angst versetzt, dass sich die Lage angeblich in d.letzten Tagen extrem verschlechtert hat u. diese Info noch nicht nach Europa vorgedrungen sei, sondern nur in d. marokk. Presse. Es gebe überall Straßensperrungen, Busse u. Autos würden angehalten. Ist da etwas Wahres dran? Besten Dank. Petra Neumann

  • Hallo,
    seit ein paar Tagen sind erneut zwei Elektrofahrzeuge auf den Weg zu uns nach Agadir. Die ersten Tage in Marokko verliefen sehr ruhig. Strassenkontrollen sind normal. Alles gut soweit! Einen schönen Urlaub noch.

    TWIKE ZORA
    http://www.twikingfuture.com

  • Hallo,
    ich habe eine kurze Frage ich werde morgen mit meinem Verlobten nach Marrakesch reisen und habe nun Sorge, dass wir als unverheiratetes Paar Probleme haben werden. Ich habe durch meine Mutter marokkanische Wurzeln bin allerdings nicht muslimisch. Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft, habe mal gehört, dass man allerdings automatisch eine Doppelstaatsangehörigkeit hat. Ich habe allerdings nur meine deutschen Ausweise (Perso und Reisepass). Kann mir vielleicht hierzu jemand eine Auskunft geben???

    Danke

    • Mit welcher Art von Problemen rechnest du denn überhaupt?
      Also ich war letztes Jahr mit meiner Freundin in Marokko und auch in Marrakesch. Wir hatten in keinerlei Hinsicht irgendwelche Probleme und wir sehen schon eher „westlich“ aus. Wir haben uns in Marokko zu jeder Zeit wohl und akzeptiert gefühlt. Kein Problem

      • Zum Beispiel damit, dass marokkanische und nichtmarokkanische Bürger und Bürgerinnen nicht zusammen ein Hotelzimmer teilen dürfen. Angesichts eurer dt. Pässe würde ich mir jedoch keine Gedanken darüber machen und wünsche euch einen schönen Urlaub!

  • Wir planen ebenfalls einen Trip nach Marrakesch (6 Erwachsene und 4 kleine Kinder) am kommenden Wochenende und nun scheint das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise am 15.10.2014 verschärft zu haben. Wir sind nun unsicher, ob wir an unseren Plänen festhalten sollen, wenn vor ‚deutlich erhöhter Anschlags- und Enfuehrungsgefahr‘ gewarnt wird. Mit Kindern im Altern von 5 bis 9 Jahren fühlt man sich schon eher beobachtet! Wir sind dankbar um jeden Hinweis und Rat!

    • Schau dir die Seite mit den Hinweisen mal in der wayback-machine an (http://archive.org/web/), dann wirst du feststellen, dass die „deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsgefahr“ vom AA schon 2012 verbreitet wurde. Ich würde auf jeden Fall an den Plänen festhalten, wenn ihr nicht gerade eine Spritztour in das algerische Grenzgebiet oder in die Westsahara auf dem Schirm habt!

  • „Die Reiseführerautorin Erika Därr kritisiert in einem offenen Brief an den deutschen Botschafter in Rabat die Sicherheitshinweise und Reisewarnungen des Auswärtigen Amts für Marokko (…)“.

    Der deutsche Botschafter hat wohl bereits inoffiziel gewechselt. Vielleicht sollte es Erika nochmals beim neuen Botschafter versuchen. Gab es den jemals eine Antwort?

    Grüße
    TWIKE Zora
    http://www.twikingfuture.com

    • Hallo,
      leider habe ich nie eine Antwort bekommen, jedoch wurden aufgrund meines Briefes von 2012 einige Warnungen entschärft und sehr allgemein für alle Saharaländer gehalten. Grundsätzlich ist jetzt nicht mehr so vieles falsch wie früher, lediglich die Warnung Menschenansammlungen zu meiden ist etwas kurios,sollte heißen Demonstrationen, denn Menschenansammlungen gibt es in jedem Souk. Ansonsten siehe meinen neueren Kommentar. beste Grüße aus z.Zt. in Hanoi Erika Därr

  • Reinhold Stangier

    Was 2013 zutraf, muss 2014 nicht zutreffen. Frau Därr sagt, dass es in Marokko unbedenklich sei, was Angriffe von Islamisten angehe. Das trifft so lange zu, bis es zu einem Zwischenfall kommt. Normalerweise ist man auf Fernstraßen oder auch im Stadtverkehr gefährderter als vor Angriffen von bewaffneten Islamisten. Aber was soll denn auch ein deutsches Ministerium anders machen, als von Frau Därr kritisiert wird. Jeder vernünftige Mensch kann sich doch sein eigenes Bild machen. Fakt ist: bis zum heutigen Zeitpunkt haben die marokkanischen Sicherheitskräfte alles sicher in der Hand. Das bedeutet aber doch nicht, dass es für alle „Ewigkeit“ so sein wird. So, wie es für jeden eines Tages „auf irgendeiner Autobahn mal passiert“, dank der wilden Raserei. Vorgestern habe ich mit einem Besuch aus Deutschland von Marrakesch eine Südmarokko-Tour vom Osten bis Westen (bis zum Atlantik) gemacht. Man muss sich vor Augen führen, dass von der marokkanisch östlichen Sahara die Ableger irgendwelcher bewaffneten Islamisten nicht weit entfernt darauf warten, auch in Marokko zuzuschlagen. Aber seit ein paar Jahren werden an allen Städten die reinführenden Hauptstraßen Kontrollen gemacht (24h/24h). Man kann hoffen, dass diese Maßnahmen und die vielen anderen Maßnahmen bewaffnete Zwischenfälle der dort in der Sahara ausharrenden Islamisten abwehren können. So wie man bei jedem Befahren deutscher Autobahnen auch damit rechnet, dass man nicht an einem Unfall beteiligt wird oder von einem verrückten Geisterfahrer überrascht wird.

  • Tolle Seite, gut das ich das hier gefunden habe.

    Ich war noch nie im Marokko und würde gerne ein paar Tage durch Fes stöbern … aber halt alleine und als Fremdsprache bringe ich nur Englisch mit.

    Ich bin wirklich hin und her gerissen ob ich das „wagen“ soll.

  • Wir waren über Weihnachten und Neujahr mit unserem Wohnmobil in Marokko. Aufgrund der Kürze der Zeit ging es tourtechnisch nur bis Marrakech. Wir sind mit ganz falschen Vorstellungen in das Land gefahren, es war einer der schönsten Urlaube die wir je hatten. Die Marokkaner sind dermaßen freundlich, zuvorkommend, nett. Alles Richtig Toll, nur zu empfehlen !
    Wir sind mit Englisch ganz gut durch gekommen, wobei es auf dem Land doch einige Probleme bereitet, da Französich die Amtssprache ist. Aber mit Händen und Füßen und deuten, ging es dann doch ganz gut 🙂

  • Hallo zusammen,
    Wir möchten mit einem Mietwagen durch das Land reisen. Sind willens uns an die Regeln zu halten, doch bei dem Busgeldkatalog vergeht einem der Wunsch nach s
    Selbstfahren. Hört sich das nur so schlimm an oder sollte man es besser sein lassen? Fahre in Deutschland seit 35 Jahren unfallfrei und ohne Punkte als Berufskraftfahrer, doch Fehler macht jeder mal. Ist die Polizei fair? Oder wird abgezockt. Danke für Tipps..

  • Hallo Frau Därr,
    ihre Anmerkungen zu den aktuellen Reisewarnungen habe ich gelesen … die vielen Kommentare auch. Ihre Firma hat vor ca. 30 Jahren meine ersten Reisen in Nordafrika ausgerüstet. Für den Herbst ist eine Nostalgie-Rundreise auf der Touristenroute Agadir-Marrakesch-Quarzazate-Erfoud-Zagora-Agdir geplant. Zusammen mit meiner Frau würde ich unserer Tochter und ihrer Freundin einen Einblick in die Schönheiten dieses Landes geben. Ich halte die Route für völlig unproblematisch. Durch die Warnungen sind nun die Eltern der Freundin verunsichert worden…. wie vermutlich auch viele andere.
    Sie haben sicher ihr Ohr dichter an der Stimmungslage in Marokko. Ist es wirklich so, dass die Isis und deren Fans im Grenzgebiet zu Algerien schon ihre nächsten Fronten eröffnen und sich demnächst Entführungen in Marokko abzeichnen?
    Kann man die Sorge der Eltern entkräften?
    Grüsse
    Hans-Georg

    • Hallo Hans-Georg,
      tut mir leid, ich kann mich nur wiederholen und nicht viel mehr sagen,als bereits veröffentlicht. Es hat sich nichts geändert. Die Angst vor Entführungen auf der Tour die sie vorhaben ist einfach grundlos, wenn nicht sogar Schwachsinn. Es ist genau das was ich kritisiere, dass Menschen die keine Ahnung von der Geographie Marokkos haben, sämtliche Touristenorte im Süden als Grenzgebiet und damit als gefährlich einstufen. Wahrscheinlich ist des derzeit gefährlicher durch Kopenhagen, Brüssel, Paris oder Remscheid bzw. Dortmund oder Köln zu bummeln, dort sitzen wahrscheinlich mehr ISIS-Anhänger als in Merzouga, Ouarzazate, Zagora oder Agadir. Casablanca liegt nicht in Grenznähe ist aber wahrscheinlich gefährlicher, ebenfalls die Städte im Nordosten an der Grenze zu Algerien, das liegt nicht auf ihrer Strecke. Marokko hat sich dem Kampf gegen ISIS angeschlossen und es stehen hohe Strafen auf Anwerbung und Teilnahme bei ISIS – in Nordafrika Da´esh genannt.
      Fahren sie und lesen sie die Kommentare der anderen Reisenden.
      Erika Därr

  • Ulrike Bachmann

    Sehr geehrte Frau Daerr,
    der jüngste Anschlag in Tunesien hat uns natürlich sehr verunsichert. Wir (mein Sohn, Schwiegertochter und ich) haben für Juni bereits eine Reise nach Marokko gebucht. 3 volle Tage Marrakesch mit jeweiligem Ausflugs Guide in der Stadt ,sowie zu den Wasserfällen. Wir werden in Agadir landen und auch zurück fliegen, haben dann jeweils einen gebuchten Autotransfer nach Marrakesch und zurück. in Agadir verbringen wir einige Tage am Strand. Wie muss ich mir die Straßenkontrollen vorstellen? Gibt es seitens Marokko bereits ein Reaktion auf den Anschlag in Tunesien? Wird bekräftigt alles für die Sicherheit zu tun? Freue mich auf eine Antwort. Vielen Dank. Ulrike

    • Was ich jetzt auf die schnelle finden konte: König Mohammed VI. kondolierte am Mittwoch dem tunesischen Präsidenten und drückte seine Solidarität mit der tunesischen Bevölkerung aus:
      „In this message, the Moroccan monarch said that „it was with deep sorrow and grief that He learned the sad news of the heinous terrorist attack against the Bardo museum in Tunis“.
      Firmly condemning this „cowardly criminal aggression, which targeted the security and stability of your brotherly country, but also this cultural landmark, symbol of centuries-old Tunisian civilizational and human heritage, visited by many foreign tourists around the world“, the King expressed to the Tunisian president the sheer solidarity of the Kingdom with the Tunisian people, its continued support to face all forms of terrorism, rejected by Islam which advocates justice, brotherhood, tolerance and coexistence.“

      Außerdem gab es ein Solidaritäts-Sit-in vieler Marokkaner in Rabat. Die marokkanischen Sicherheitsbehörden sind seit September 2014 (IS) noch sensibilisierter gegenüber terroristischen Bedrohungen im eigenen Land als zuvor und gehen rigoros gegen Islamisten vor. In Marrakesch sind die Uniformierten sehr präsent und an öffentlichen Plätzen stehen häufig Zweier- oder Dreiergruppen mit einem Soldaten und 1-2 Polizisten, die die Umgebung im Blick haben. Ich habe mich da im Dezember 2014 alles andere als unsicher gefühlt.
      Straßenkontrollen habe ich 2003 in Nordmarokko erlebt. Es gab viele kleine Straßensperren und die Polizisten kontrollieren die Insassen per Augenschein und winken unverdächtige PKWs durch. Auch unser Bus wurde gestoppt und zwei Uniformierte gingen einmal durch und nahmen die Insassen in Augenschein, ehe die Fahrt weiterging.

      • Und wie siehts mit dem Süden aus, kann man noch nach Zagora und Merzouga? Wir haben Flüge für Mai gebucht, wollten mit dem Mietwagen eine 3 wöchige Rundreise machen. Jetzt steht beim AA, dass man Wüsten meiden soll. Ich meine, dass das jetzt ein ganz neuer Zusatz bei Marokko ist.

  • Liebe Erika Därr,
    habe den offenen Brief mit Begeisterung gelesen. Ein ängstlicher Freund wollte uns weis machen man könne nicht nach Marokko und vorallem die Oasen reisen. Wir sind alte Unimogfahrer (1979 mit Därr „Durch Afrika“ unterwegs..; länger im südlichen Afrika gelebt) waren aber noch nie in Marokko, daher ohne eigene Erfahrungen in dem Land. Für Juli/August is teine Tour mit mehreren Unimogs/Geländefahrzeugen geplant: ist in den Zeiten von IS und nach dem Anschlag in Tunesien für uns Wüstenfans etwas besonders zu beachten?

    • Hallo Frau Wendel,
      Marokko ist nach wie vor sicher zu bereisen, auch die Oasen, und sicher nicht gefährlicher als Südafrika. Hier passieren deutlich mehr Verbrechen als in Marokko.
      Die IS-Sympathisanten sind in Marokko nicht zahlreicher als in anderen Ländern und sitzen vorwiegend in den Armenvierteln der Großstädte, v.a. Casablanca, aber auch in den spanischen Enklaven Melilla und Ceuta (dorthin muss man nicht mehr, da die Fähren auch Tanger oder Nador ansteuern). So wie man bei uns in Europa Anschläge nicht ausschließen kann (siehe Paris, Brüssel und Kopenhagen), so kann man sie natürlich in Marokko auch nicht ausschließen, aber die Sicherheitsbehörden in Marokko sind sehr darauf bedacht IS-Zellen auszuheben und Touristenorte so sicher wie möglich zu machen. Da der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen Marokkos ist, ist auch die Bevölkerung sehr daran interessiert, dass es ruhig bleibt. Die IS – in Marokko Da´esh genannt – hat dort keine große Zukunft, gerade die Berber sind sehr gegen diese Radikalisierung mit einem Islambild aus Zeiten Mohammeds und einem Feindbild, das den Westen verabscheut. Attentate des IS sind wesentlich wirksamer direkt in Europa, da sie dort die größte Aufmerksamkeit erregen.
      Reisen Sie getrost nach Marokko, sie sehen auch aus den Kommentaren, dass jeder Reisende positiv davon berichtet.
      Liebe Grüße Erika Därr

      • Hallo Frau Därr,
        ich weiß nicht, ob mein Kommentar vorhin raus gegangen ist, deswegen nochmal so. Wir sind gerade aktuell in Marokko, seit 1989 fahren wir fast jedes Jahr. Aber so wenige Touristen gab es selbst im Jahr nach dem Anschlag In Marrakech nicht. Sehen sie sich doch mal die Reisewarnungen der zuständigen österreichischen Behörde an (zweithöchste Sicherheitessenstufe – lesen Sie sich mal durch, was das für Österreich bedeutet!). Ich finde es gerade ganz traurig für Marokko. Oder, da wir schon seit einigen Wochen im Land sind – haben wir etwas verpasst?
        Viel Grüße aus Marokko,
        Olivia Windel

  • Wilfried Scheuer

    Hallo Ihr Lieben,

    nun lebe ich schon etliche Jahrzehnte im Königreich Marokko und ich kann nur sagen: Es ist eines der SICHERSTEN Länder der Welt! Vor Allem die Gastfreundschaft ist in Marokko ganz hervorragend!

    Abgesehen davon, ist JEDER Moslem VERPFLICHTET seinen Gast zu beschützen. Speziell die Bewohner der Sahara nehmen dies sehr ernst! Traditionsgemäß beschützt natürlich auch unser König, Mohammed VI. JEDEN Gast in seinem Königreich!

    Mir ist auch nicht klar, warum es Ausländer gibt, die die marokkanischen Saharaprovinzen als von Marokko „BESETZTES“ Territorium bezeichnen!? Da ich bereits 1967 von Rabat, über Tarfaya nach Tah, der damaligen Grenze zwischen Marokko und der von Spanien besetzten Kolonie „Spanisch Sahara“ mit dem Auto gefahren bin, weiß ich, daß dieses Land auch zu Marokko gehörte, BEVOR die Spanier es gestohlen und darauf ihre Kolonie errichtet haben. Dies wurde mir immer wieder von den Einwohnern der marokkanischen Sahara, damals wie heute bestätigt! Natürlich gab es und gibt es immer gewisse Interessensgruppen, die ihren persönlichen Vorteil daraus ziehen, wenn es Unruhen gibt! Warum sich jedoch Deutschland dafür hergibt und diese mit „Reisewarnungen“ noch unterstützt, ist mir nicht ganz klar…?!

    Auch Mauretanien und Mali sind soweit problemlos, ich fahre öfters, mit dem Auto allein, von Rabat nach Bamako und wieder zurück, überall treffe ich ausschließlich höfliche und hilfsbereite Menschen!

    Abschließend möchte ich noch sagen, daß in Marokko besonders Gäste aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sehr WILLKOMMEN sind! Sollte Jemand trotzdem noch Angst, bzw. Sicherheitsbedenken haben, so kann ich nur sagen, daß die Sicherheitslage in Marokko wesentlich BESSER ist als in den vorhin genannten Ländern!!! Wenn Jemand weiterführende Informationen benötigt, stehe ich gerne mit entsprechenden Ratschlägen unter gfs.ifni@yahoo.com zur Verfügung!

    Abschließend wünsche ich ALLEN Marokko-Fans und jenen die es noch werden wollen, einen schönen und unvergeßlichen Aufenthalt, in diesem weltweit einmaligen Land, dem Tor zu Afrika!

  • Wir in Europa sind alles andere als Toleranz also Marokko ist mittlerweile ziemlich gemischt Syrien, Iraker, Juden ect da kann man gar nicht mehr so pauschal behaupten die Menschen sind sehr freundlich und warmherzig da könne wir deutsche ne Scheibe abschneiden RASSISMUS mag ich nicht ! Gewissen Dinge haben mit Religion nicht zu tun ! Bin weltoffen und freue mich aufs neu Ich liebe Marokko daran wird sich nicht ändern es liegt an einen selbst

  • Sehr geehrte Frau Därr,
    wir fahren seit 1989 so gut wie jedes Jahr nach Marokko. Die Reisewarnungen sind haltlos übertrieben, und wir haben in diesem Jahr besonders das Gefühl, dass diese Warnungen fruchten. Uns scheint es so, als wären jetzt im Sommer 15 weniger Touristen in Marokko als im Jahr nach dem Anschlag In Marrakech 2011. Ich habe gestern mal auf der Seite des österreichischen Ministeriums nachgesehen, dort wurde die zweithöchste Warnstufe ausgerufen (alle Österreicher werden aufgefordert, das Land umgehend zu verlassen, sich bei einer westlichen Botschaft einzufinden, „Bürgerkriegsähnliche“ Zustände oder „Kriegsrecht verhängt“ -das bedeutet Warnstufe 5) für einzelne Regionen. Und ich kann auch nicht bestätigen, dass die Warnungen des AA entschärft würden, oder sie wurden wieder verschärft. Gerade habe ich das Gefühl, dass hier Das nächste …Land zerstört wird.
    Mit freundlichen Grüßen aus Marokko,
    Olivia Windel

    • Die ZEIT berichtete vor wenigen Wochen nach dem Anschlag in Tunesien über die Verwerfungen in der arabsichen Welt und die Gefahr für Reisende und den Tourismussektor durch Terrorismus. Das Ergebnis wurde in einer Karte dargestellt, in der die Bedrohungslage der jeweiligen Länder durch ein Ampelsystem gekennzeichnet wurde und ich war sehr beruhigt, dass die Türkei und Marokko jeweils mit grün bewertet wurden. Wie dramatisch sich solche Ereignisse auf die Wirtschaft der Länder auswirken, lässt sich in Tunesien und Ägypten studieren. Es bleibt zu hoffen, dass Marokko von einem Terrorangriff verschont bleibt — die zuletzt für Marokko veröffentlichten Gästezahlen signalisieren zumindest keinen signifikanten Abfall und es ist dem Land und seinen Bewohnern zu wünschen, dass es so bleibt. Ich habe auf jeden Fall schon wieder Flüge im Dezember gebucht!

      • Ich habe die Hinweise des österreichischen Auswärtigen Amtes gelesen und wundere mich sehr über die Sicherheitsstufe 5, die widerspricht dem, was dann im Text steht. Wer also nur auf die Warnstufe schaut und nicht im Text liest welche Gebiete normal touristisch bereist werden können (Atlantikküste, Mittelmeerküste, Königsstädte, Draa- und Dadestal) wird damit total verunsichert. Die Seiten des deutschen Auswärtigen Amtes sind hier mittlerweile wesentlich besser und neutraler und im Gegensatz zu der Fassung von 2010, deutlich neutraler und fundierter. Mit den Einwänden, dass Anschläge nicht ausgeschlossen werden können, kann man leben, das trifft auch für Europa zu. Die Warnung vor der Westsahara ist vielleicht etwas zu übertrieben, das hängt aber mit dem diplomatischen Status zusammen, da hier keine Rechtshilfe von Seiten der Botschaft gewährt werden kann, weil ja der Status der Westsahara leider immer noch nicht verbindlich völkerrechtlich geklärt ist. Allen Österreichern, die sich öfters in Marokko aufhalten sollten an ihr Auswärtiges Amt schreiben, dass hier mit dieser Reisewarnung systematisch ein Land touristisch kaputt gemacht wird, was ebenso zur Destabilisierung beiträgt. Vielleicht sollten die dortigen Herren mal den Wirtschaftsreport aus der Süddeutschen Zeitung vom 11./12. Juli: „Das Tor zu Afrika“ von Michael Kunz lesen in dem die wirtschaftliche Öffnung des Landes und die Politik sehr gelobt wird.

        • Sehr geehrte Frau Därr,
          falls Sie an einer Neuauflage des Reise Know How Marokko arbeiten und noch nicht mitbekommen haben sollten: in der Todra-Schlucht ist vor drei oder vier Monaten ein großer Felsbrocken auf eines der beiden Hotels gefallen, ein Teil des Gebäudes ist eingestürzt. Glück im Unglück war, dass eine erwartete Reisegruppe nicht kommen konnte, weil der Pass zwischen Marrakech und Ouarzarzzate wegen Straßenschäden gesperrt war, sonst hätte es wahrscheinlich eine Katastrophe gegeben. Beide Hotels sind jetzt geschlossen und bleiben es auch, die Regierung fasste den Felsabbruch als Warnung auf; die Hälfte des Felsens hängt auch noch, kann aber wohl jederzeit ebenfalls herunter stürzen.
          Ihr Admin schrieb mir, dass die statistischen Tourismuszahlen keinen signifikanten Rückgang des Tourismus 2015 angeben würden… Es wäre so schön, wenn es stimmte. Wir können das überhaupt nicht bestätigen, und die Marokkaner bestätigen es auch nicht. So waren wir heute in Tamtatouchte in der „Kashba des amis“ die ersten Touristen seit Mai – und bis dahin waren es auch nur recht wenige. Das ist nur ein Beispiel. Wir kennen Marrakech und Essaouira seit über 25 Jahren… Aber so wie dieses Jahr haben wir diese Orte noch nie erlebt.
          Gut, dass die meisten Marokkaner eine eher fatalistische Einstellung haben…
          Mit freundlichen Grüßen

          • Liebe Olivia, ich habe ein bischen gegoodled und finde, dass die Lage eines Hotels in „Gorges du Todgha“ , auch die geoligische Formation, geradezu nach einem grossen Felsen schreit ! Glücklicherweise gab es keine Opfer. Hoffe, Sie sind gut versichert.
            Gruss, harald

  • Hallo Erika bzw. hallo zusammen!

    Wie sieht denn die aktuelle Lage in Marokko nach den jüngsten Terroranschlägen in Paris aus? Was natürlich verunsichert, ist, dass bei den Anschlägen auch Marokkaner involviert waren… Ein Urlaub ist in diesem Jahr noch geplant.

    Viele Grüße aus Sachsen.

    • Hallo Donni,
      die beim Attentat in Paris beteiligten „Marokkaner“ waren Belgier und Franzosen, wenn auch zum Teil mit Marokkanischen Wurzeln. Mann kann nicht alle Verbrecher die einen Migrationshintergrund haben und deren Herkunftsländer unter Generalverdacht stellen und deshalb als gefährlich einstufen, so wie man nicht alle Moslems als gefährlich einstufen kann. Genauso wie bei uns in Europa, gibt es auch in Marokko Fundamentalisten die sich dem Islamischen Staat angeschlossen haben oder mit diesem sympathisieren. Aber im Gegensatz zu Europa greift der Marokkanische Staat, weil er nicht so demokratisch ist wie wir, sprich wesentlich mehr Polizeistaat, auch härter unter den Anhängern von Da´esh und Al Qaida durch, als es bei uns geschieht, wo sich viele radikalisieren und die Behörden Kenntnis davon haben, aber nicht eingreifen bevor was passiert ist. Siehe Paris. Eine weltweite Sicherheit hat man nirgendwo mehr, selbst beim Zuhause bleiben! Wir fahren jedenfalls weiterhin nach Marokko, denn der Großteil der Bevölkerung sympathisiert nicht mit den Radikalen und lebt vom Tourismus. Würden diese Einkünfte weg fallen, dann würden sehr viele Marokkaner in den Tourismusgebieten arbeitslos sein und sich dann erst recht radikalisieren.

      • Hallo Erika,
        Danke für die ausführliche Antwort. Ich sehe das ähnlich. Eventuell würde Europa etwas weniger Demokratie auch gut tun…
        Das, was das Auswärtige Amt über Marokko aktuell schreibt, ist nach wie vor abschreckend. Aber dein Bericht und die Kommentare beruhigen mich 😉 vielen Dank!

        • 07. Dezember 2015
          Dem Bericht von Frau Erika Därr ist nicht hinzuzufügen.
          Fahre nächstes Jahr wieder nach Marokko
          In diesem Sinne bleibt Marokko treu.

          Gruss an alle.

          • Vielen Dank für die Kommentare. Ich kann die Bedenken nachvollziehen, habe für mich aber entschieden, auch weiterhin nach Marokko zu fahren, mein nächster Flug geht am kommenden Dienstag.

          • So… Ich habe die einwöchige Marokko-Reise angetreten und wurde keinesfalls enttäuscht. Gelandet in Fes, über Meknes nach Essauouira und dann letztendlich von Marrakesh wieder abgereist. Knapp 1000km mit dem Mietwagen. Ich muss sagen, es ist eine andere Welt, die mich fasziniert hat. Auf das Thema zurückkommend: Es war zu keiner Zeit gefährlich. Höchstens unangenehm in manchen Fällen wie z.B. spät abends die Parkplatz-Suche mit dem Mietwagen in der Medina =) Ich empfehle jedem auf eigene Faust das Land zu bereisen. Natürlich wird man als Touri viel angequatscht und bekommt Stadttouren angeboten usw. Hier empfehle ich das einfach zu ignorieren und das Land oder die Stadt selbst zu erkunden. Selbstverständlich immer mit einer Portion Vorsicht, Aufmerksamkeit und ggf. auch mal Misstrauen. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen. Es gibt noch einiges zu sehen in Marokko (Atlas, Rif, Rabat, Wüste…). Danke Erika für die Seite!
            LG Donni

          • Die Menschenansammlungen in den Souks sind nach meinen Erfahrungen völlig ungefährlich. Spenden sie Bettlern hin und wieder 1 Dirham, führen sie alle Grössen Kleingeld mit. In den Supermärkten können sie auch mit grossen Scheinen bezahlen. Dort gibt es viele Waren aus EU, allerdings meist zum 2 – 3-fachen Preis. Sehr günstig sind die bäuerlichen Märkte, die evtl. auf 1 – 2 km von verfügbaren Taxis boykottiert werden, aber nicht von vorbestellten Taxis. Alle Taxis sind sehr günstig, weite Fahrten sind verhandelbar, alle haben aber strenge Regeln zu befolgen. Das wär 1 umfangreiches Extra-Thema. Randale-Gefahr gibt es schon mal nach Fussball-Spielen, meist samstags. In den Städten gibt es auf Strassen und Plätzen allewegen „kleine Meister“, (Organisatoren), die man was fragen kann. Reisen sie möglichst nicht allein. BV !

  • Ergaenzung zu den Taxis: es gibt grosse Taxis, oft alte Mercedes, entweder als sehr guenstige Sammeltaxis, 6 Fahrgaeste, oder individuell, verhandelbar, auch fuer Ueberlandfahrten. Auskunft ueber Ziele gibt besagter Meister auf dem Sammelplatz. Und es gibt kleine Taxis in grosser Zahl, Typ ca. Fiat Uno, Peugeot, bis Dacia. Kleine Taxis sind extrem guenstig, aber regional begrenzt, mit dem Einsatzbereich. Ideal, um vom Quartier aus in die Stadt zu fahren und wieder zurueck. Empfehlung: bei Sprachschwierigkeiten 1 Zettel mitnehmen, wohin, woher, wieder zurueck zum Quartier. Strenge Begrenzung auf 3 Fahrgaeste, inklusive Kleinkinder. Ausserhalb der Sammelplaetze kann man unbesetzte Taxis heran winken. Das klappt meist in wenigen Minuten. Als Trinkgeld reicht Aufrunden, zum Beispiel von umgerechnet ca. 65 auf 70 Cent. Evtl. ist Geduld noetig, es kann sein, dass einer Mittagspause machen will, und keinen nimmt, auch bei evtl. Regen kann es sein, dass kaum einer frei ist. Nach neuestem Gesetz muessen sich Reisende in grossen Taxis, bei Fahrten ausserhalb der Stadt identifizieren, also Reisepass vorzeigen, Nr. und Ziel aufschreiben. In Ausnahmefaellen kann es schon mal vorkommen, dass 1 leicht kurioses Fahrzeug zum Einsatz kommt. Das Eigene Fahrzeug im Gedraenge nicht zu benutzen lohnt sich also. In Rueckstau-Zonen schwirren junge Zu- oder Durchwanderer aus Zentral-Afrika zwischen den Fahrzeugen rum und bitten um 1 Spende, wie andernorts die Bettler, verdienen damit wohl mehr, als regulaere Arbeiter, belasten so indirekt gewoehnliche alte und kranke Bettler, verstaerken den Zustrom, ist also problematisch. BV !

  • Wüstentour Entführungsrisiko

    Liebe Frau Därr,
    wir buchten eine individuelle Wüstentour (4 Tage, zu Fuss) Ende Februar von M’hamid aus und sind nun verunsichert ab der Warnstufe 5 (Bundesministerium Österreich) und dem Entführungsrisiko. Wie beurteilen Sie die Lage? Vielen Dank!

    • Die Lage hat sich nicht verschlechtert und in M’hamid erst recht nicht. Warum Österreich so extreme Warnungen herausgebracht ist mir schleierhaft. Genießen Sie Ihre Tour. Liebe Grüße Erika Därr

  • Hallo Frau Därr und alle anderen…

    ich fahre Anfang April via Fähre Genua mit Ihren Büchern „bewaffnet“ nach Marokko, Hätte mich gerne an erfahrene Marokko Fahrer angehängt, da dies mein erster Besuch n Marokko außerhalb Pauschalreisen ist, Die Gruppe sollte eher klein sein 1-3 Fahrzeuge da ich bewusst keine gebuchten Reisemobil Rundreisen mit mehr als 10 Fahrzeugen gebucht habe, da ich das wirkliche Marokko entdecken will und kein „Oberbayrisches Volksschauspiel“.
    Wo gibts es Treffpunkte an denen man Einzelfahrer oder leine Gruppen kennenlernen kann um vielleicht ein Stück des Weges zusammen fahren zu können…

  • Pingback: Feedback: "Marokko-Reise voller unvergesslicher Eindrücke" | Reisen und Trekking in Marokko - Infos, Tipps und Hintergründe

  • Hallo Erika Hallo klaus salam
    habe eben eure webseite angeschaut von Das „Globetrottertreffen 2016 mit den Därrs & 22 Kamelen“
    sieht sehr sehr scheun

    viele gruss von zaid

  • Ich war letztes Jahr im März alleine in Marokko unterwegs. Es waren mit die tollsten Ferien meines Lebens!! Ich habe noch nie so viele Menschen kennen gelernt, wenn ich ein Land bereist habe. Die Leute sind nett, höflich und interessiert. Aus diesem Grund werde ich Mitte April zusammen mit meiner Familie Marokko bereisen. Wir freuen uns und ich bin gespannt wie der Unterschied sein wird, Familie vs. Alleine. Habe mich vor einem Jahr wenig darauf geachtet, wie mit Touristen-Familien umgegangen wird.

  • Ich würde mich freuen, wenn ich von ihnen hören könnte, wie sie die sicherheit und den alltag in marokko erlebt haben.

    @Ursula: Ich war zuletzt vor drei Monaten in Südmarokko unterwegs. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt, höchstens ein bisschen, wenn ich mich zwischen zwei Restaurants entscheiden musste und Angst hatte, die schlechtere Wahl zu treffen. Machen Sie sich um Gottes Willen keine Sorgen und genießen Sie ihren Urlaub! Vom marokkanischen Alltag werden Sie auf ihrer Rundreise vermutlich relativ wenig mitkriegen. Wenn Sie den Alltag erleben wollen, nutzen Sie die Ruhetage, setzen Sie sich in ein Café und beobachten das Geschehen auf der Straße. Ich wünsche Ihnen eine schöne Reise, auch wenn es ja noch ein bisschen hin ist.

  • Liebe Frau Därr,
    ich bin eine gehörlose Frau und bin seit 20 Jahren immer wieder nach Marokko gereist, mal in Begleitung, mal alleine – kein Problem! Die Marokkaner sind sehr angenehme Menschen (von gelegentlicher Anmache mal abgesehen). Ich habe nie auch nur einmal ein Problem bekommen, immer waren hilfsbereite Einheimische zur Stelle. Das Land ist wunderschön, die Hotels ein Traum, die Preise angemessen bis sehr günstig. Betreffs Sicherheit ist es wie überall auf der Welt: wer auf seine Sachen nicht aufpasst, ist selber schuld. Aber ich bzw. wir wurden von Einheimischen immer in Schutz genommen, es ist kaum zu glauben. Sowas habe ich auf anderen Reisen noch nie erlebt. Klar, es gibt auch schwarze Schafe. wie eben überall. Die Leute sollen sachlich bleiben. Ich wohne in der Schweiz. In diesem Heidiland wird jedenfalls geklaut, eingebrochen, gemordet, Kinder entführt, vergewaltigt, Häuser angezündet etc. Trotzdem gibt es keine Warnungen für dieses Reiseland…

    • Liebe Frau Därr,
      Ich habe Ihren offenen Brief an das AA mit grossem Interesse gelesen. An dieser Stelle möchte ich einen herzlichen Dank an Sie ausprechen, sowie allen Kommentatoren und besonders an Sie, Frau Blatter. Sie gaben mir mit Ihrem Beitrag den Mut, mir einen Herzenswunsch zu erfüllen und Marokko zu bereisen. Alleine und ohne minutiös verplante Pauschaltouren. Seit gut einer Woche beschäftige ich mich intensiv mit einer Reise nach Marokko, recherchiere im Netz wie in Reiseführern und möchte mich primär mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Nach all den wertvollen Beiträgen habe ich keine Bedenken, Städte wie Marrakkech, Chefchaouen, Fès zu besuchen. Doch wie verhält es sich bei Trips in Wüstengegenden und Übernachtungen in Berberzelten? Leider finde ich nur wenig Berichte und Beiträge von und für alleinreisenden Frauen und ihren Erfahrungen. Würde mich deshalb sehr freuen von euch zu lesen!

      Liebe Grüsse aus Bern

  • Kurztrip mit Wüstentour

    Hallo Frau Därr und alle anderen,

    zusammen mit einer Freundin möchte ich für 6 Tage einen Kurztrip inklusive Wüstentour machen. Wir sind noch etwas verunsichert, was den Sicherheitsaspekt – insbesondere für zwei europäische Frauen – angeht und was wir am besten zu unserem Ziel machen.

    Kann jemand eine Wüstentour/Route empfehlen? Vielen Dank.

  • Bin Marokkaner und weis das Sicherheitsnachlass im Lande zu Schweren Ärger führen kann. Schlimmer wirds wenn der König davon Wind bekommt. Dann kann der oder die Beauftragten seine/ihre Tage hinter Gittern zählen. Marokko geht mittlerweile auch sehr hart gegen Korruption vor. Unser König Mohamed der sechste, hat ehrlich gesagt den Mund voll von den Korrupten. Er sieht harte Straffen für solche Delikte für angebracht, da in Vergangenheit nur reden leider nicht weiter geholfen hat !

  • August + Gertrud Sommerhalder

    Wir beide, haben die vergangenen 12 Winter (jeweils 4-5 Monate ) in Marokko verbracht.
    Während der ersten Jahren haben wir das Land von Norden über Zentralmarokko bis an die Mauretanische Grenze im Süden bereist. In jüngster besuchten wir regelmässig Agadir +
    Tiznit + Tafraout. Das Sicherheits-Dispositiv der Marokko-Polizei ist vorbildlich + effizient.
    Wir hatten in all den Jahren niemals etwas zu bemängeln und bedanken uns hiermit für
    die stets freundliche und tolerante Aufnahme aller Marokkaner/innen. Danke!!

  • Sehr gute Zusammenfassung,

    und spiegelt auch unsere sehr gute Erfahrung zurück, danke für die Mühe!
    Wir waren einmal 2015 in Marokko mit Familie und haben eine tolle Rundreise erlebt.

    Wie schätzen Sie die Lage derzeit in Dakhla (West-Sahara) ein, kann man dort eine Woche Strandurlaub (Wassersport) ohne Sorgen buchen?
    sonnige Grüsse

  • Hallo, wir fahren nächstes Jahr zum zehnten Mal mit dem Geländewagen nach Marokko. Bereit 55’oookm sind wir da unten gefahren. Wir sind fast alle Gandinirouten, auch Nahe an den Grenzen und kreuz und quer durch die Westsahara gefahren. Wo immer wir eine Route erwischt haben, die nicht offen ist, hat uns das Militär freundlich darauf hingewiesen. Immer hatten wir das Gefühl die wissen schon im Voraus wo wir hinkommen!
    Ich kenne ganz Marokko und die Westsahara (auf den freigegebenen Pisten) als absolut sicheres Land.
    Ich habe fast mehr Angst davon, dass der Tourismus oft mehr zerstört als er bringt!
    Eine Reiseempfehlung möchte ich aber auf jeden Fall geben! 😄
    Gruss aus der Schweiz

  • Pingback: Marokko und der kostenlose Reiserücktritt wegen Terrorgefahr

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