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Kostenloses WLAN an marokkanischen Flughäfen

Am Flughafen Casablanca gibt es seit zwei Monaten kostenloses WLAN. Dem Beispiel sollen bald weitere marokkanische Flughäfen folgen.

Ein drahtloser Internetzugang gehört inzwischen weltweit immer häufiger zum Standard für Hotels und Unterkünfte, aber kostenloses Internet wird inzwischen auch an anderen Orten angeboten: im Fernbus, in Cafés oder bei der richtigen Airline sogar im Flugzeug. Deutschland spielt bei der Versorgung mit frei zugänglichen WLAN-Netzen leider keine Pionierrolle, in Staaten wie Estland, Ungarn oder Thailand ist man da schon weiter. Und auch in Marokko bemüht man sich nun darum, Deutschlands Flughafenservice zu überholen — zumindest, was das WLAN angeht.

wlan flughafen marrakesch

(Foto: Politikaner/wikimedia)

Seit dem 15. Juni gibt es in allen Bereichen des internationalen Flughafens Casablanca Mohammed V. eine offene WLAN-Verbindung, die Reisende mit ihren Smartphones, Tablets, Notebooks oder anderen Geräten mit Wi-Fi-Funktion kostenlos nutzen können. Dazu muss man, nachdem man das entsprechende Netzwerk ausgewählt hat, eine E-Mailadresse angeben und den Nutzungsbedingungen zustimmen, dann kann es mit dem Surfen losgehen!

Derzeit besteht dieses Angebot nur am Flughafen Casablanca, jedoch wurde bereits angekündigt, den Service auch auf andere marokkanische Flughäfen wie Agadir, Fès, Marrakesch, Rabat oder Oujda auszuweiten, um der Nachfrage der Passagiere nachzukommen.

Reisebericht: Marokko-Umrundung im umgebauten LKW

Mitte Dezember sind Heike und Herrmann aus Hessen mit einem umgebauten LKW nach Marokko aufgebrochen, um während der kommenden Monate bis zur Westsahara vorzustoßen, das Königreich entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn zu umrunden und nach Deutschland zurückzufahren. Ein Reisebericht für Offroadfans und Selbstfahrer.

Heike und Hermann sind reiseerfahrende Mittfünfziger, die bislang nicht nur auf anspruchsvolle Touren durch Algerien, Mauretanien, Namibia, Oman, Libyen oder den Jemen zurückblicken können, sondern die seit 1993 bereits sieben Mal in Marokko unterwegs waren und nun zum achten Mal aufgebrochen sind, um das Königreich zu erkunden und ihrer Wüstensehnsucht nachzugeben. Gemeinsam mit ihrem Hund Aspros und dem “HerrMAN” genannten, umgebauten MAN LAEC-LF, sind sie seitdem 5500 Kilometer durch Marokko gefahren.

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(Foto: www.marokko2015.wordpress.com)

Die Anreise führte die beiden Hessen durch Frankreich und Spanien, wo sie von Algeciras nach Tanger übersetzten, die Atlantikküste entlang bis in die Westsahara fuhren und schließlich von dort über den Südosten Marokkos zurück nach Tanger reisten. Inzwischen hat der “HerrMAN” wieder europäischen Asphalt unter den Rädern und die Reise ist nähert sich nach gut zwei Monaten ihrem Ende.

Reisebericht bietet Infos über Pisten und Stellplätze

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Reisebericht: Mit dem Zebra nach Marokko

Fast 8000 Kilometer legte der Steppenwolf mit seinem Zebra zurück, als er im Dezember mit seinem Landcruiser von Süddeutschland nach Marokko fuhr, dabei das Königreich fast komplett umrundete und nach drei Wochen mit einzigartigen Eindrücken im Gepäck wieder zurück nach Hause fuhr.

Tuttlingen, Tanger, Tafraoute

Selten gibt es über dreiwöchige Abenteuerreisen so umfangreiche Schilderungen zu lesen wie diesen Reisebericht über einen Roadtrip von Tuttlingen bis nach Tafraoute, den Martin aka Steppenwolf — einigen vielleicht als erfahrenes Mitglied aus dem Buschtaxi-Forum bekannt — über den Jahreswechsel unternommen hat.

marokko offroad steppenwolf(Foto: Steppenwolf)

7880 Kilometer legte der Süddeutsche in seinem zebrafarbenen Toyota Landcruiser PZJ 75 auf dem Weg von Tuttlingen über Almeria, Nador, Boulemane, Khenifra, Beni-Mellal, Ouzoud, Ouarzazate, Tafraoute, Taliouine, Marrakesch, Essaouira, Safi, Oualidia, El Jadida, Rabat, Asilah, Tanger und schließlich wieder heimwärts nach Tuttlingen zurück und umrundete damit gewissermaßen fast das komplette Königreich. Entsprechend beeindruckend sind die zahlreichen Fotos, die den Reisebericht begleiten und die geschilderten Eindrücke nachvollziehbarer machen. Read more

Rundreisen durch die vier marokkanischen Königsstädte

So verschieden wie Marokko selbst sind auch die unterschiedlichen Urlaubsgäste, die das Königreich besuchen. Bade- und Pauschalurlauber fahren tendenziell nach Agadir, Surfer zieht es nach Taghazout, Sahara-Fans in die Wüste, Bergsportler in den Hohen Atlas — wer nicht in diese vereinfachten Kategorien eingeordnet werden kann, reist entweder mit dem eigenen Auto umher oder ist Städte- und Kulturtourist. Read more

Großdemonstration in Rabat

Am Ostersonntag folgten mehr als 5000 Marokkaner einem Aufruf zweier Gewerkschaften und gingen bei der größten Demonstration seit langem gemeinsam auf die Straße, um gegen die sozioökonomischen Zustände im Königreich zu protestieren.

Dem Aufruf schlossen sich mehrere Oppositionsparteien und die soziale Bewegung 20. Februar an. Auf Plakaten wurde Premierminister Abdelilah Benkirane (Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung) zum Rücktritt aufgefordert, weil er das Land in den Abgrund führe. Die Veranstalter wollen die Demonstration als Warnung an die gemäßigt-islamistische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung — vormals die größte Oppositionspartei und seit 2011 in der Regierungsverantwortung — verstanden wissen.

An den Themen, die die Leute auf die Straße treiben, hat sich in den vergangenen beiden Jahren wenig geändert: Arbeitslosigkeit, die hohen Lebenserhaltungskosten und Korruption. Wie in vielen Ländern der arabischen Welt ist die Bevölkerung Marokkos sehr jung — das Durchschnittsalter liegt bei 26,9 Jahren (zum Vergleich Deutschland: 44,9) — und die Jugendarbeitslosigkeit ist eines der dringlichsten Probleme, die es eher heute als morgen zu lösen gilt. Viele junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren stehen ohne Jobs da und sind faktisch überqualifiziert. Der Staatsapparat kann kaum mehr Angestellte aufnehmen. Die Strukturen sind verkrustet, Korruption und Nepotismus sind allgegenwärtige Symptome des wirtschaftlichen Lebens. Die Menschen fordern Würde und soziale Sicherheit.

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