Marokko und das UNESCO-Welterbe

In Marokko gibt es inzwischen acht Orte, die von der UESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Mit diesem Titel würdigt die Organisation Stätten, “die sich aufgrund ihrer Einzigartigkeit und ihrer Authentizität dafür qualifizieren und die von den Staaten für diesen Titel vorgeschlagen werden”. Die Verleihung des Titels ist an einen Schutz- und Erhaltungsplan geknüpft, um auch zukünftig die Erhaltung der Denkmäler sicherzustellen.

fez panorama (Foto: Christian Rosenbaum, CC 3.0)

Acht Weltkulturerbstätten in Marokko

Die acht marokkanischen Sehenswürdigkeiten, die von der UNESCO als Welterbe geführt werden, sind:

  1. Die Medina von Fès (seit 1981)
  2. Die Medina von Marrakesch mit Agdal-Gärten und Menaragärten (seit 1985)
  3. Die befestigte Stadt Aït-Ben-Haddou (1987)
  4. Die Medina von Meknès (1996)
  5. Die Ausgrabungsstätte Volubilis (seit 1997)
  6. Die Medina von Tétouan (seit 1997)
  7. Die Medina von Essaouira (seit 2001)
  8. Die früher portugisische Stadt El Jadida (seit 2004)

Die Medina von Fez (seit 1981)

marokko unesco fes
(Foto: Daniel Duce, Creative Commos)

Die Medina von Marrakesch und der Platz Djemaa el Fna (seit 1985)

Marokko-Djemaa-El-Fna-Marrakesch

Die befestigte Stadt Aït-Ben-Haddou (seit 1987)marokko ait benhaddou UNESCO

Die Medina von Meknès (seit 1996)

Medina von Meknes UNESCO

Die Ausgrabungsstätte Volubilis (seit 1997)marokko-unseco-volubilis

(Foto: Joko Facile, Creative Commos)

Die Medina von Tétouan (seit 1997)

UNESCO Marokko Tetouan
(Foto: flickrenric, Creative Commos)

Die Medina von Essaouira (seit 2001)

Hassan-Platz in Essaouira

 Die früher portugiesische Stadt El Jadida (seit 2004)

marokko-el-jadida-by-jakuza
(Foto: Jakuza, Creative Commos)

Kriterien für den Titel “Welterbe”

In die Welterbeliste gelangen Stätten, die eine herausragende universelle Bedeutung aus historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen haben. Die übergreifenden Kriterien hierfür sind Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität (Unversehrtheit), die mit mehreren anderen UNESCO-Kriterien verknüpft werden. Zu diesen gehören unter anderem, dass .

  • die Güter ein Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft darstellen
  • die Güter einen bedeutenden Schnittpunkt menschlicher Werte in Bezug auf die Entwicklung von Architektur oder Technologie, der Großplastik, des Städtebaus oder der Landschaftsgestaltung aufzeigen
  • die Güter ein einzigartiges oder zumindest außergewöhnliches Zeugnis von einer kulturellen Tradition oder einer bestehenden oder untergegangenen Kultur darstellen
  • die Güter ein hervorragendes Beispiel einer überlieferten menschlichen Siedlungsform, Boden- oder Meeresnutzung darstellen

Die UNESCO unterscheidet zwischen Weltkultur und -naturerben. Mehr zur UNESCO und dem Titel findet ihr bei Wikipedia.

2 comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.