Flüchtlingssturm nach Europa: 100 Personen überwinden Zäune nach Melilla

Wie verschiedene Nachrichtenagenturen berichten, kam es am Mittwoch zu einem Massensturm auf die Grenzzäune der spanischen Exklave Melilla, die sich in Nordmarokko befindet.

In den Morgenstunden des 26. Juni seien etwa 300 afrikanische Flüchtlinge auf die Grenzanlage zugestürmt. Sicherheitskräfte, die versuchten, die exterritoriale Grenze zu beschützen und die Flüchtlinge am Eindringen nach Europa zu hindern, sollen von ihnen mit Steinen beworfen worden sein. Etwa 100 Flüchtlingen soll es gelungen sein, die Zäune zu überwinden. Sie seien inzwischen in einem Auffanglager untergebracht worden und würden mit Nahrung und Kleidern versorgt werden, wie es in der Meldung weiter heißt.

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(Foto: dpa)

In Marokko gibt es zwei spanische Exklaven: Melilla und Ceuta. Der spanische Staat ließ 2005 seine Grenzanlagen an diesen beiden Außenposten verstärken, weil immer wieder versucht wurde, über die Exklave nach Europa zu gelangen. 2008 kam es zu zwei weiteren großen Fluchtwellen mit mehreren hunderten Flüchtlingen.

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