Casablanca: Razzien gegen Shisha-Bars

Wie der unter anderem vom Lonely Planet empfohlene Blog The View from Fez berichtet, wurden in der vergangenen Woche in Casablanca mehrere Razzien in Shisha-Bars durchgeführt.

Regierung lenkt von wirtschaftlichen Problemen ab und will sich im konservativ-islamischen Milieu beliebt machen

In Marokko ist derzeit Ramadan, also eine Zeit der Entsagung und Spiritualität. Kritiker bemerken, dass dies auch ein guter Moment für die regierende konservative Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung sei, sich öffentlichkeitswirksam für Sittlichkeit, Moral und Ordnung einzusetzen. Die Razzien in den Shisha-Bars, zu deren Kundinnen auch junge Mädchen gehören, und deren rauchiges Angebot zumeist nicht besonders offensiv angeboten wurde, seien Teil einer Kamapagne für Jugendschutz und Gesundheit.

shisha marrakesch

 (Foto: Trekking in Marokko)

Wenn sie die Herkunft ihrer außerhalb Marokkos hergestellten Wasserpfeifen nicht korrekt ausweisen können, stehen die Besitzer der bislang zwölf betroffenen Bars in Casablanca im polizeilichen Verdacht, Schmuggler zu sein. Kritiker werfen der Regierung vor, mit der Maßnahme einen Popularitätsschub im konservativ-islamischen Wählermilieu erreichen zu wollen und gleichzeitig von der wachsenden Kritik bezüglich der wirtschaftlichen Dauerprobleme abzulenken. In Marrakesch soll es bislang noch keine dieser Razzien gegeben haben.

Hier geht es zum englischsprachigen Artikel Sheesha Crackdown in Morocco.

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