Haschisch in Marokko

Daniel Gräbners Dokumentarfilm Haschisch. Ein Dorf auf Drogen (D, 2002, 76min), führt nach Marokko ins Rifgebirge. Dort ist der Hanfanbau für viele Kleinbauern nicht nur Tradition, sondern vor allem Lebenserwerb, von dem etwa 200.000 von ihnen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Marokko ist Hauptexporteur für Haschisch — aus dem Rif stammen zwei Drittel des europäischen Marktes.

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In einem kleinen Dorf in der Nähe von Ketama darf sich Gräbner bei Hanfbauern aufhalten, Filmaufnahmen machen und Interviews führen. Die Menschen erzählen ihre Geschichten von Spiritualität, Drogenhandel und Migration.

Wer etwas über die Haschisch-Produktion erfahren möchte, ist hier genau richtig. Die Kamera beobachtet die langwierige Herstellung des berauschenden Harzes, die per Hand erfolgt.

Der Dokumentarfilm wird insbesondere dann, wenn es spirituell wird, etwas langwierig. Aber er führt fünf Aspekte des Haschisch zusammen: “Haschisch als tägliche Arbeit, Haschisch als Tauschwährung, Haschisch als Geschäft, Haschisch als Basis und Philosophie eines sozialen Systems, Haschisch als Medium für die Träume und Haschisch als Grund der Stagnation.”

Mehr Dokumentationen und Reportagen über Marokko sind in der Mediathek aufgeführt.

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