Drohnen nach Marokko einführen

Wer träumt nicht davon, die beeindruckenden Landschaften Marokkos aus der Luft zu sehen? Die Wüstenebenen der Sahara, die blauen Küsten von Essaouira oder die schneebedeckten Gipfel des Atlasgebirges wirken aus der Vogelperspektive noch spektakulärer. Doch wenn du eine Drohne nach Marokko mitnehmen möchtest, solltest du dich auf strenge Regeln gefasst machen.

Seit März 2015 ist der Import von Drohnen nach Marokko aus Sicherheitsgründen verboten, und der private Gebrauch ist komplett untersagt. Firmen dürfen Drohnen nur mit einer speziellen Genehmigung der Regierung einsetzen. Wer trotzdem mit einer Drohne erwischt wird, muss mit deren Beschlagnahme und einem Bußgeld von rund 1.165 Dirham (ca. 110 €) rechnen. Selbst die Einreise mit einer Drohne wird streng kontrolliert. Die Scanner am Zoll sind gründlich, und sie im Auto zu verstecken ist gefährlich.

Wenn du bereits mit einer Drohne im Gepäck auf dem Landweg in Richtung Marokko bist, und es zu spät ist, sie zuhause zu lassen, gibt es eine bewährte Lösung am Fährhafen von Algeciras: das Reisebüro „Viajes Carlos“. Das unscheinbare Büro im Gewerbegebiet Palmones (Calle Fragata, s/n, GPS: 36.17704, -5.44105) ist seit Jahrzehnten vor allem für Fährtickets und Grenzformalitäten eine feste Größe für Marokko-Urlauber.

Drohne Marokko
Drohne mit GoPro (Foto: Don McCullough via Wikimedia, CC BY 2.0)

Hier kannst du deine Drohne während deines Aufenthalts in Marokko sicher lagern. Die Abgabe ist unkompliziert und die Abholung bei der Rückkehr ebenso. Die Kosten für die Aufbewahrung einer Drohne liegen meist zwischen 10 und 20 € pro Aufenthalt. Carlos ist absolut vertrauenswürdig. Tausende Camper und Reisende kaufen dort regelmäßig ihre Tickets und  lassen auch Wertsachen, Dokumente oder eben Drohnen zurück.

Alternativen wie Schließfächer am Hafen oder Hotels in Spanien existieren zwar, sind jedoch auf Dauer teurer oder nicht für mehrere Wochen ausgelegt. Wenn du beabsichtigst, über Algeciras nach Marokko zu reisen und eine Drohne irgendwo zwischenparken musst, solltest du die „Option Carlos“ unbedingt berücksichtigen, anstatt zu versuchen, die Drohne im Auto zu verstecken und sie dann an die Grenzbeamten zu verlieren.

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