Erfahrungsbericht: Thailand in der Regenzeit

Zur Abwechslung geht es heute mal nicht um Marokko, sondern um eine Reise durch Südostasien. Ich bin gerade erst von einem dreiwöchigem Thailand-Trip zurückgekehrt und möchte ein paar Erfahrungen meiner Reise hier teilen. Dabei soll es vor allem um das Reisen während der Regenzeit, um nützliche und weniger nützliche Reiseführer und Apps sowie um ein paar allgemeine Tipps für Thailand gehen.

Foto der Bucht auf Ko Phi Phi

Thailand während der Regenzeit

Die dreiwöchige Reise begann Mitte Juli auf Phuket und führte über Krabi zu den Inseln Ko Samui und Ko Phangan. Von dort es ging es dann aufs Festland in den Khao Sok Nationalpark und schließlich wieder zurück nach Phuket. Nachdem ich gelesen hatte, dass man während der Regenzeit an vielen Stränden nicht baden könne und es wahnsinnig viel regnen würde, habe ich mich gefragt, ob es eine gute Idee sei, sich während der ersten Periode der Regenzeit an der Westküste Thailands aufzuhalten.

Um die Antwort vorwegzunehmen: Das Wetter war bis auf einen Regentag hervorragend und die roten Flaggen blieben an den Rettungstürmen, zumindest am Strand Nai Yang im Nordosten von Phuket. Einen kurzen Regenguss gab es fast jeden Nachmittag, doch sorgte das kurze Nass eher für eine angenehme Abkühlung, als dass es gestört hätte. Auf der Ostseite von Thailand war das Wetter noch besser und der Himmel weniger grau. Aber auch hier gab es in der Regel täglich einen kurzen Platzregen. Mehr über die Regenzeit in Thailand könnt ihr auf dem thaideutschen Blog Phuketastic lesen.

thailand sadet

Erfahrungen beim Reisen und Übernachten

Das Reisen innerhalb Thailands gestaltete sich mit allen Verkehrsmitteln — vom Bus bis zum Longtail-Boot — relativ unkompliziert und abgesehen von den meisten Fähren auch sehr günstig. Noch von Deutschland aus habe ich die ersten beiden Unterkünfte über Booking.com gebucht, was wie gewohnt reibungslos funktionierte. Da es in fast allen Hotels WLAN gab, konnte ich mich weiterhin auf diesem Weg um ein Dach über dem Kopf kümmern.

Die Bewertungen von Booking.com* und das Feedback auf Tripadvisor vermitteln zusammen einen recht realistischen Eindruck der Quartiere und Bungalows, deren Kosten sich für zwei Personen im Bereich zwischen 10 EUR und 25 EUR pro Nacht bewegten. Die Preise für Essen und Getränke sind ebenfalls vergleichsweise niedrig. Schwerer fällt da der Flug ins Gewicht, der mich insgesamt etwa 800 Euro gekostet hat und den ich — flexible Suche sei Dank — mit dem Skyscanner* gefunden habe.

thailand bungalow hängematte

Thailand-Ausrüstung

So gut wie überall liest man den Hinweis, dass man nicht zu viel Gepäck mitbringen solle und es notfalls so gut wie alles in Thailand zu kaufen gibt. Diesen Tipp habe ich befolgt, jedoch ein paar Dinge mitgenommen, die ich unterwegs nicht missen wollte. Dazu gehörte neben meinem GPS-Gerät (Garmin Oregon 450*, Testbericht) mit der OMS-Karte von Thailand auch ein Moskitonetz*, das ich mir bereits in Deutschland günstig gekauft habe und das in puncto Gewicht und Packmaß nicht weiter auffällt. In den meisten Bungalows waren bereits Moskitonetze installiert, doch die waren nicht alle in bestem Zustand und wiesen mitunter Löcher auf.

Sehr gut war die Entscheidung für die Kombination aus Trekking-Sandalen (Teva Hurricane 3*) und vor Ort gekauften Flip Flops — nur im Regenwald musste ich auf ein paar Billigturnschuhe, die ich noch zur Sicherheit dabei hatte, zurückgreifen. Empfehlenswert ist weiterhin eine gut sortierte Reiseapotheke und eiserne Hygienedisziplin, um Reisekrankheiten wie Durchfall vorzubeugen.

thailand oregon 450

Thailand-Reiseführer

Es gibt im deutschsprachigen Raum viele Thailand-Reiseführer und entsprechend groß ist die Auswahl. Die folgenden Reiseführer würde ich für die erste Reise nach Thailand in Betracht ziehen:

Reise Know-How KulturSchock Thailand (2014)* 

Guter Einstieg für Thailand-Neulinge, um kulturelle, gesellschaftliche, politische und ökonomische Aspekte Thailands zu verstehen. Der Autor wirft in diesem Buch, bei dem es sich um keinen klassischen Reiseführer handelt, auch kritische Blicke hinter die Kulissen des „Land des Lächelns“.

Stefan Loose: Reiseführer Thailand. Der Süden (2013)*

Dieses Handbuch ist der Klassiker und gibt eine Menge Infos sowie zahlreiche Low Budget Tipps an die Hand. Es gibt auch eine dickere Ausgabe des meiner Meinung nach besten Thailand-Reiseführers, die sich auf das gesamte Land bezieht.

Lonely Planet: Thailand (2015)*

Die Backpacker-Bibel läuft einem in Thailand häufig über den Weg und erfreut sich internationaler Beliebtheit. Der Klassiker bietet ein properes Sammelsurium an Infos über Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants sowie zahlreiche Tourenvorschläge.

Reise Know-How: Insel Phuket (2011)*

Guter Phuket-Reiseführer mit vielen Karten und Beschreibungen der unzähligen Strände sowie detaillierten Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften, Restaurants und zum Nachtleben auf Phuket. Außerdem gibt es einige Ausflugstipps. Für Phuket-Reisende eine gute Wahl.

Sebastian Prestele: Das Handbuch für den ersten Phuket Urlaub (2013)*

Sebastian Prestele lebt seit 2004 auf Phuket und gibt auf seinem Blog Phuketastic und in seinem Taschen- und e-Book Infos aus erster Hand. Das Handbuch für den ersten Phuket Urlaub richtet sich ganz gezielt an Urlauber, die noch nie in Phuket waren. In diesem Jahr folgte Phuket auf eigene Faust entdecken (2014), in dem insgesamt mehr als 50 Ausflugsziele und zahlreiche Geheimtipps stecken.

Reise Know-How InselTrip Ko Samui, Ko Phangan, Ko Tao (2013)*

Im Gegensatz dazu hat der InselTrip-Reiseführer auf ganzer Linie enttäuscht und liefert kaum brauchbare Infos. Für einen Pauschalurlaub auf Ko Samui mag das reichen, wer jedoch als Traveller auf einer der Inseln unterwegs ist, sollte lieber den Loose oder den Lonely Planet dabeihaben und von diesem Buch Abstand nehmen.

Traumstrand- Thailand

Thailand-Blogs

Gute Hinweise und viele Tipps habe ich unter anderem auf den folgenden Blogs gefunden:

Thailand-Apps:

Für iOS und Android gibt es einige ganz brauchbare Apps. Ich habe unter anderem den Guide Phuket ausprobiert, der neben einer Offline-Karte auch Informationen zu Stränden, Nightlife und Sehenswürdigkeiten von Phuket, Phang Nga und Khao Lak bereithält, sowie zahlreiche Hotels der Insel listet. Für den Aufenthalt auf der Insel Ko Phangan war der Phangan Info Travel Guide ganz nützlich, vor allem, weil man dort Bungalows finden konnte, die bei Booking.com nicht registriert waren. Mit der App von Trip Advisor habe ich die Bewertungen auf Booking.com gegengelesen und mir ein Bild von den Unterkünften gemacht. Ebenfalls praktisch war der Währungsrechner von finanzen100.

(alle Fotos: Trekking Marokko)

Welche Reiseführer für Südthailand könnt ihr empfehlen? Welchen Gegenstand eurer Ausrüstung wollt ihr dort auf keinen Fall missen und kennt ihr vielleicht eine empfehlenswerte App, die ihr weiterempfehlen würdet?

(*Partnerlinks)

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