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Reisebericht: Marokko-Umrundung im umgebauten LKW

Mitte Dezember sind Heike und Herrmann aus Hessen mit einem umgebauten LKW nach Marokko aufgebrochen, um während der kommenden Monate bis zur Westsahara vorzustoßen, das Königreich entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn zu umrunden und nach Deutschland zurückzufahren. Ein Reisebericht für Offroadfans und Selbstfahrer.

Heike und Hermann sind reiseerfahrende Mittfünfziger, die bislang nicht nur auf anspruchsvolle Touren durch Algerien, Mauretanien, Namibia, Oman, Libyen oder den Jemen zurückblicken können, sondern die seit 1993 bereits sieben Mal in Marokko unterwegs waren und nun zum achten Mal aufgebrochen sind, um das Königreich zu erkunden und ihrer Wüstensehnsucht nachzugeben. Gemeinsam mit ihrem Hund Aspros und dem „HerrMAN“ genannten, umgebauten MAN LAEC-LF, sind sie seitdem 5500 Kilometer durch Marokko gefahren.

Offroad-in-Marokko-by-HerrMAN-auf-reisen

(Foto: www.marokko2015.wordpress.com)

Die Anreise führte die beiden Hessen durch Frankreich und Spanien, wo sie von Algeciras nach Tanger übersetzten, die Atlantikküste entlang bis in die Westsahara fuhren und schließlich von dort über den Südosten Marokkos zurück nach Tanger reisten. Inzwischen hat der „HerrMAN“ wieder europäischen Asphalt unter den Rädern und die Reise ist nähert sich nach gut zwei Monaten ihrem Ende.

Reisebericht bietet Infos über Pisten und Stellplätze

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Al-Quaida-Zelle in Marokko ausgehoben

Sicherheitskräfte haben in Marokko erneut eine Zelle des Terrornetzwerks Al-Qaida zerschlagen und dabei vier mutmaßliche Terroristen festgenommen.

Laut einer Presseerklärung des Innenministeriums wurden die vier Männer am vergangenen Freitag in Tiznit, Fès, Meknes und Taounat verhaftet. Sie sollen in Casablanca, Nador, Laâyoune, Guercif und Kelaâ Sraghna  mehr als 20 junge Dschihadisten für den salafistischen Al-Qaida-Ableger Islamischer Maghreb (AQIM) rekrutiert haben, von denen einige für Al-Qaida in Syrien gekämpft und dort auch Anschläge ausgeübt haben sollen. Die Rekruten sollen zum Training nach Mali gebracht und dort ausgebildet worden sein.

Sicherheit MarokkoExperten warnen schon lange davor, dass Al-Qaida nach Afghanistan die Sahelzone und Libyen als Rückzugsräume und Operationsbasen für sich entdeckt. Marokkanische Rekruten verlassen das Königreich über die marokkanisch-algerische oder die marrokanisch-mauretanische Grenze, wenn sie in die Trainingscamps im Sahel gebracht werden. Die unsicheren Verhältnisse machen die Nachbarstaaten für die Terroristen zu einem relativ sicheren Rückzugsraum, während die geographische Nähe dafür sorgt, dass marokkanische Radikale trainierter und gefährlicher werden. Der Soziologe Kamal El Ghorfti plädiert angesichts der Verhaftung für einen kulturellen Lösungsansatz, der die marokkanische Jugend mit einem kulturellen Gegenentwurf vor der salafistischen Indoktrination schützen soll.

In den vergangenen zehn Jahren zerschlugen marokkanische Sicherheitsbehörden mehr als 120 terroristische Zellen im Land. Das Königreich gilt als sicheres Reiseland.