Reisepflichtziel Marrakesch

Es besteht kein Zweifel daran, dass Marrakesch eines der Topziele ist, das bei jeder längeren Marokko-Reise auf dem Programm stehen muss.

In Marrakesch ankommen

Die Stadt erreicht man mit der Bahn, dem Bus, dem Sammeltaxi oder dem Flugzeug. Der erste Eindruck, den sie bei ihren Besuchern hinterlässt, ist fast immer chaotisch. In Marrakesch ist es hektisch und laut, ob auf den großen Straßen oder in den kleinen Gassen der Medina — nirgendwo ist man vor den kleinen Mofas und Motorrädern sicher, die sich hupend zwischen den Passanten und Eselskarren hindurchschlängeln. Doch es dauert nicht sehr lange, bis man mit der Stadt vertraut wird und ihre Magie auf sich wirken lassen kann, ähnlich wie es Elias Canetti 1968 in seinen Reiseaufzeichnungen Die Stimmen von Marrakesch beschrieb.

Koutoubia-Moschee in Marrakesch

Koutoubia-Moschee in Marrakesch 2011, Foto: Trekking in Marokko

Und so streift man allmählich mit geschärftem Blick durch die Gassen der Altstadt, die plötzlich kein undurchschaubares Labyrinth, sondern nur noch ein stark verzweigtes Wurzelsystem darstellen, in dem jede Leitung irgendwann zur Stadtmauer führt, die die Medina von den neuen Stadtteilen abgrenzt.

Marrakesch entdecken

Wer Marrakesch besucht, sollte mindestens zwei Tage Zeit mitbringen, denn hier gibt es mehr zu entdecken, als man an einem Tag besichtigen könnte. Zu den kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte, gehören neben der almohadischen Koutoubia-Moschee, dem Wahrzeichen der Stadt, auch die Medersa Ibn (Ben) Youssef. Die frühere Koranschule ist inzwischen restauriert und kann gegen ein geringes Entgelt besichtigt werden. Weitere Ziele sind der El-Badi-Palast, der Palais de la Bahia und die Saardier-Gräber in der südlichen Medina.

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Medersa Ali Ben Youssef, Marrakesch 2008, Foto: Trekking in Marokko

Wer von der Hektik in der Altstadt eine Pause braucht, sollte sich in einem der Parks ausruhen und entspannen. Der berühmteste Garten ist der Jardin Majorelle mit seinem einzigartigen Farbenspiel, besuchen sollte man auch unbedingt die Agdal- und die Menaragärten, die beide zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

Die Hauptattraktion ist gleichwohl der Djemaa el Fna im Zentrum der Medina. Suchen hier tagsüber Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler, Wasserverkäufer und Henna-Malerinnen ihr Publikum, so treten diese in den späten Nachmittagsstunden in den Hintergrund, wenn das sich täglich wiederholende Spiel auf dem Platz beginnt: unzählige Garküchen werden errichtet, die die gesamte kulinarische Vielfalt des Landes abbilden und auf dem Platz feilbieten, von dem aus ein Duft aus Gewürzen und Rauch über die Dächer der Stadt zieht.

In Marrakesch übernachten

In Marrakesch gibt es unzählige Übernachtungsmöglichkeiten, vom einfachen Travellerhotel bis zum luxuriösen Riad werden in jeder Preisklasse Zimmer angeboten. Man sollte darauf achten, möglichst innerhalb der Medina zu logieren, denn dort befinden sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten und die Stadt fühlt sich hier wesentlich authentischer an als in den neuen Stadtvierteln. Bei Booking-Dienstleistern und Preisvergleichsportalen kann man Zimmer vorab reservieren und buchen, dort sind auch mehr als 900 Hotels aus Marrakesch gelistet.

Für Städtereisen nach Marrakesch empfehle ich Astrid Därrs Reiseführer City Trip Marrakesch (Rezension) sowie den Blog Riad Marrakesch.

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