Müll sammeln auf dem Djebel Toubkal

Es ist jedes Mal aufs Neue unvorstellbar: Mit dem geschulterten Rucksack und einigen Vorräten im Gepäck, durchschreitet man die Natur und trifft auch an von der Zivilisation weit abgelegen Orten auf die Hinterlassenschaften seiner Vorbesucher — Müll, an vielen Ecken in der sonst beschaulichen Landschaft. Es ist bedauerlich und schwer nachvollziehbar, wie die aus den Städten strömenden Reisenden solche Orte aufsuchen und verdreckt hinterlassen.

Die höchste Müllhalde der Welt: 600 Tonnen Müll auf dem Mount Everest

In Nepal sollen die jährlich anreisenden 40.000 Trekking-Touristen in den vergangenen Jahren etwa 600 Tonnen Müll auf dem Mount Everest hinterlassen haben. Dieses Problem besteht selbstverständlich auch in Marokko. Nicht nur in den Städten, die ohnehin ein strukturelles Müllproblem aufweisen, sondern auch dort, wo sich zum großen Teil Individualreisende aufhalten.

müllsammeln toubkalDeutlich wird das zum Beispiel am Djebel Toubkal, einem der frequentiertesten Trekking-Gebiete des Königreichs. Auf dem Weg zum Gipfel ist jedes Gramm eine Belastung und so erliegen viele der Versuchung, einen Teil ihres Gepäcks auf dem Berg zu entsorgen.

Deswegen organisiert die Summit Foundation seit zwei Jahren auf dem Djebel Toubkal große Müllsammelaktionen, bei denen Bergsportler die Verantwortung für ihre Reviere übernehmen und gemeinsam den Müll hinuntertragen, der von anderen auf den Berg gebracht wurde.

Die letzte dieser vernünftigen Aktionen fand vom 12. bis zum 14. Juli 2012 statt und wurde mit einem Video mit Aufnahmen aus dem Vorjahr beworben.

Was hochgetragen wird, kommt auch wieder runter!

Für Trekking-Touristen und Wanderer ist es eigentlich nicht besonders schwierig, ihre Reiseziele unverschmutzt zu hinterlassen. Wie so oft gilt die goldene Regel: Nimm vom Berg mit hinunter, was du mit hinauf gebracht hast!

Wer clever ist, packt seine Lebensmittel so um, dass Verpackungsmüll auf der Stelle entsorgt werden kann und überhaupt nicht mit in den Rucksack muss. Papiermüll kann verbrannt werden, der Restmüll kommt in eine Tüte und wird wieder hinunter ins Tal getragen und dort entsorgt. So einfach kann es sein, die Natur unverschmutzt zu hinterlassen.

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